Gewässerbeschreibung Müritz-Elde-Wasserstrasse

Letzte Änderung: 14. Februar 2017

Kanufahren von der Müritz bis zur Elbe oder umgekehrt nach oben

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Um die Müritz-Elde-Wasserstraße (Mecklenburg-Vorpommern) paddeln zu wollen, kann es mehrere Gründe geben: die einen möchten einfach einen schönen Abschnitt für mehr oder weniger kurze Kanu-Touren nutzen, die anderen vielleicht eine Verbindung von der Müritz zur Elbe oder nach Schwerin haben. Die ganz Ausdauernden können sogar eine große Rundtour von z.B. Berlin über die Elbe, dann über Dömitz diese Strecke hoch zur Müritz und dann wieder von der Müritz nach Berlin realisieren, entweder über die Havel oder den Rhin.

Wer hier zum ersten Mal paddelt, wird erstaunt sein, wie natürlich dieser Kanal eigentlich ist. Wir können diesen bedeutendsten Abschnitt der Müritz-Elde-Wasserstraße als ein erholsames, ruhiges Kanu-Gewässer uneingeschränkt empfehlen!

Naturführungen und Naturreisen nach oben

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Wer die Müritz-Elde-Wasserstraße nicht auf eigene Faust erkunden, sondern sich qualifizierten Führungen anschließen möchte, kann bei folgenden Personen und Organisationen an ruhigen, aber aufregenden Exkursionen und Kanureisen teilnehmen:

Es werden sowohl einzelne Führungen als auch mehrtägige Reisen angeboten. Bei letzteren werden Übernachtungen und Verpflegung organisiert.

Plau bis Barkow nach oben

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Wenn wir über den Plauer See kommen, finden wir den Plauer Hafen leicht, da der neue Aussichtsturm in Gestalt eines Leuchtturms von weitem zu sehen ist. Der richtige Weg ist nicht zu verfehlen, und gleich links befindet sich der Hafen, in dem auch ein Wasserwanderrastplatz mit einer Zeltwiese betrieben wird.

Am Ende des 2. Hafens gleich hinter der historischen Hubbrücke kommen wir zur Schleuse. Für Fußgänger gibt es hier eine lustige Hoch-Brücke, die sogenannte Hühnerleiter.

Theoretisch wird in den Sommermonaten in allen Schleusen von 9:00 h bis 19:30 h geschleust, wobei die letzte Schleusung bis 19:30 h zu erfolgen hat. Dafür sind durchaus auch Wartezeiten einzukalkulieren.

Der Kanal hat zunächst nur Schotterufer mit Baumreihen als Bewuchs, aber bald wird es immer natürlicher. Sogar Biberfraßstellen sind zu sehen. Schnell hat man vergessen, dass man sich auf einem künstlichen Gewässer befindet. Manches Gewässer, das sich "Fluss" nennt, ist da schon eher ein Kanal. Am Ortsende von Plau sehen wir links einen Bootssteg: hier befindet sich die Kanuvermietung von Stefan Bull. Nach gut 5 Kilometern erreichen wir die Schleuse Barkow.

Barkow bis Kuppentin nach oben

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Hinter der Schleuse kommen wir bald am Gutshof Barkow vorbei: die Familie Hülße bietet hier liebevoll eingerichtete Zimmer, Appartements sowie eine ganze Flotte von Mietkanus an. Wer also noch kein eigenes Kanu besitzt, kann sehr gut vom Gutshaus Barkow aus seine Kanutour starten. Für die einmalige Übernachtung gibt es Zimmer, aber auch für den ganzen Urlaub werden Sie sich dort in den Ferienwohnungen wohl fühlen.

Durch schöne, einsame Landschaft paddeln wir die nächsten 5 Kilometer bis Kuppentin. Hier treffen wir den ersten Wasserwanderrastplatz. Es gibt einen Schwimmsteg in geeigneter Höhe für Kanuwanderer. Um uns herum ist nur Wald, die Alte Elde fließt in einigem Abstand zum Kanal, ist jedoch hier nicht befahrbar.

Auf diesem winzigen Campingplatz gibt es warme Duschen, WC und einen Kiosk, wo man sich auch an warmen Snacks stärken kann.

Kuppentin bis Bobzin nach oben

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Weitere 5 Kilometer paddeln wir durch die Natur. Die Ufer der Müritz-Elde-Wasserstraße sind auch hier beidseitig mit hohen Bäumen bewachsen. Tatsächlich paddeln wir teilweise durch einen größeren Wald. So gelangen wir zur Schleuse Bobzin, wo wir im Selbstbedienungsbetrieb 6,90 Meter talwärts geschleust werden.

Bobzin bis Lübz nach oben

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Bis Lübz paddeln wir noch weitere 5 kurzweilige Kilometer, die wir uns an natürlicher Umgebung erfreuen können. Hohe Bäume säumen die Wasserstraße, und als Lübz auftaucht, sehen wir als erstes den hohen Wasserturm mit der sehr spitzen Dachkonstruktion. Gleich rechts hinter der Straßenbrücke könnten wir aussetzen, um eine Pause einzulegen. Möchten wir aber einkaufen oder übernachten, empfiehlt es sich, am Schwimmsteg am Stadtpark links vor der Schleuse anzulegen oder den Stadthafen links am Ortsausgang zu besuchen. Die Innenstadt ist nahe, hier gibt es alle Versorgungsmöglichkeiten und auch einen Bahnhof (etwas abseits) und einen Bushahnhof (zentral nahe dem Wasserturm gelegen). Viele kleine Restaurants und einige Biergärten locken zum Verweilen. Biertrinker schätzen das sanfte Lübzer Pils.

Weitere Informationen zu den Sehenswürdigkeiten in Lübz lesen Sie bitte in unserem Stadtporträt!

Am Hafen betreibt Frank Böhm, Firma Abenteuer in Mecklenburg-Vorpommern, seine Kanustation. Wer also kein eigenes Kanu besitzt und die Müritz-Elde-Wasserstraße paddeln möchte, kann sich hier Kanus und Ausrüstung mieten. Es werden auch Service für Großgruppen sowie weitere Outdoor-Aktivitäten angeboten.

Lübz bis Burow nach oben

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Unterhalb Lübz paddeln wir erst einmal durch Wiesen. Der Ort Gischow liegt bei km 96 und ist nur durch einen sehr kleinen Bootsanleger sowie eine Badestelle sichtbar. Ab und zu schimmert ein Garten durch die Ufervegetation. Die Müritz-Elde-Wasserstraße verläuft hier zeitweilig auf einer Dammstrecke. Das bedeutet, dass auf einer oder beiden Seiten das umgebende Gelände tiefer liegt als der Kanal.

Es wird wieder sumpfiger, eine gebogene Fachwerkbrücke kommt in Sicht: es ist die Fußgängerbrücke bei Burow, die den Wanderweg von Burow nach Kreien und zum Blanken See über die Elde führt. Nördlich dieses Weges liegt eine sandige, mit einzelnen Eichen und weiteren Gehölzen in Gruppen bestandene Trockenrasenfläche, die weitgehend den Pflanzen und Tieren überlassen bleibt. Hinter der Brücke paddeln wir rechts in einen Altarm. Dort finden wir eine Steganlage, eine Zeltwiese, einen Unterstand zum Kochen etc. und ein Sanitärhaus mit Duschen und WC. (Euro-Münzen Stücke bereithalten für die Duschen). Im kleinen Ort Burow, der zur Gemeinde Gischow gehört, gibt es einen Bäcker (am Montag leider geschlossen). Bis dorthin gehen wir nur 3 Minuten. Dieser Wasserwanderrastplatz ist sehr idyllisch und gut gepflegt. (Stand: 2016).

Burow bis Neuburg nach oben

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Die Weiterfahrt bis zur Schleuse Neuburg führt uns immer noch durch Niederungen. Die Alte Elde verläuft nahe der Wasserstraße jenseits des linken Ufers. Mit Übersetzen über den Damm könnten wir die Alte Elde bis Neuburg paddeln (nur im Frühjahr ratsam, da er später recht verkrautet ist). Es folgt die Straßenbrücke Burow - Groß Pankow. Vor der Schleuse Neuburg paddeln wir ein ziemlich gerades Stück Wasserstraße, dessen Ufer aber von sehr hohen Bäumen bewachsen sind. Die Selbstbedienungsschleuse lassen wir schnell hinter uns, die Bedienung ist kein Problem. Knapp zwei km später sehen wir links den privaten Wasserwanderrastplatz Ufercamp Eldeblick. (Aktuell 2016: dieser Platz wird nicht mehr bewirtschaftet, es gibt also kein Sanitär. Die Büsche sind weit entfernt...)

Neuburg bis Parchim nach oben

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Die Straßenbrücke Parchim - Siggelkow wird passiert, und bald geht unsere Fahrt wieder durch Waldgebiet. Das Gelände steigt an und wird wieder sandig. Die Ufer selbst sind hier manchmal sogar seeartig. Die ehemalige Pausenstelle bei km78 ist leider weitgehend dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Man kann zwar gut pausieren, es gibt aber keine Schutzhütte mehr dort.

Die Personenfähre im folgenden Dorf Slate wurde eingestellt. Als Einsetzstelle eignen sich immer noch beide ehemalige Fährstellen. Allerdings liegt die am linken Ufer auf einem Hotel-Grundstück. 

Bei km73,5 spannt sich eine Pylonen - Brückenkonstruktion über den Fluss, 500 m weiter biegen wir rechts in einen Seitenarm der Elde ein, um den Stadthafen von Parchim zu erreichen. Dort müssen wir uns immer rechts halten und fast bis zum Ende paddeln, wo ein kleiner Hafen nur für Wasserwanderer angelegt wurde. Ein großes Sanitärgebäude steht direkt daneben, Frischwasser zum Kochen müssen wir an einer der Münz-Säulen zapfen. 

Bitte informieren Sie sich zu den Sehenswürdigkeiten in Parchim auf unserem Stadtporträt!

Parchim bis Garwitz nach oben

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Parchim bietet seinen eigenen Reiz durch eine Altstadt, die in weiten Teilen wieder hergestellt wurde, an der aber auch noch fleißig weiter gearbeitet wird. Die Elde fließt als Altarm um den halben Innenstadtkern herum. Es gibt alle Versorgungsmöglichkeiten in der Nähe, der nächste Bäcker hat für uns frühmorgens in ca. 300 Metern Entfernung Brötchen bereit. Das Stadtmuseum in der Lindenstraße bietet eine ständige Ausstellung der Stadtgeschichte. Parchim war früher eine Hochburg in der Tuchherstellung, Leinweberei und des Hopfenanbaus.

Wenn wir Parchim wieder verlassen, können wir vor der Schleuse noch einen kleinen Abstecher in einen hübschen Seitenarm machen. Die Schleuse selbst ist ebenfalls eine Selbstbedienungsschleuse (Automatik-Schleuse). Hinter der Schleuse gibt es sogar vor der Fußgängerbrücke über den Altarm eine Anlegemöglichkeit, wenn man nicht im Hafen war und trotztdem noch etwas in Parchim erledigen möchte. Eine weitere Anlegemöglichkeit finden wir, indem wir weiter in den alten Elde-Arm "Färbergraben" hinein paddeln.

Unterhalb Parchims paddeln wir sofort wieder durch ein Waldgebiet. Nach ca. 3 Kilometern erscheint rechts eine kleine Badestelle. Hier liegt der Wasserzugang der Gemeinde Möderitz. Es geht an den Orten Malchow und Damm vorbei. Letzterer heißt wohl deshalb so, weil hier die Elde wieder an einer abfallenden Landschaft liegt und daher das linke Ufer auf weiten Strecken durch einen Damm gebildet wird. Malchow bietet niedriges Ufer, so dass man dort auch anlegen könnte. Links fließt hier auch der Altarm (Alte Elde), wir könnten unser Kanu über den Damm tragen und einige Kilometer, bis Matzlow, auf der Alten Elde paddeln. Das Ein - und Aussetzen ist aber nicht ganz einfach, vor allem für Kajaks. (Achtung Aktuell  ab 12. August 2016: die Alte Elde ist bis auf weiteres für den Allgemeingebrauch aus Gründen der Sicherheit gesperrt!)

Eine längere Strecke paddeln wir jetzt schnurgeradeaus, rechts und links stehen hohe Bäume am Ufer. Bei km 62,8 liegt links der Wasserwanderrastplatz "Lewitz - Camp", hier gibt es WC und eine Kanuvermietung. Der Platz hat echte Abenteuerqualitäten zu bieten. Die folgende Selbstbedienungsschleuse hat sich verengende Mauern. Gleich dahinter links kommen wir zum Wasserwanderrastplatz Matzlow - Garwitz, der ebenfalls über Duschen und WC verfügt. Auch als Einsetzstelle kann man ihn nutzen, Parkplätze auf abgeschlossenem Gelände sind vorhanden. Ein Kiosk versorgt uns mit Getränken, wir können überdachte Sitzplätze genießen.

Garwitz bis Neustadt-Glewe nach oben

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Die Elde ist jetzt zwar ein ziemlich gerader Kanal, aber die Ufer sind trotzdem interessant wegen der reichhaltigen Pflanzenwelt mit vielen Kleinlebewesen. Wer aufmerksam ist, sieht häufig Seeadler und Fischadler. Bei km 56 liegt das "Elde-Dreieck", wo geradeaus der Störkanal zum Schweriner See führt (ca. 20 km). Diese durch den Kanalbau entstandene Insel ist recht wild bewachsen und kann kaum noch als Rastmöglichkeit dienen wie früher. Wir biegen danach links ab, womit wir auf der Müritz-Elde-Wasserstraße bleiben.

Die gesamte Strecke von Garwitz an bis kurz unterhalb Neustadt-Glewe sind wir in einer ganz anderen Landschaft als vorher: wir durchpaddeln das "Natuschutzgebiet Fischteiche in der Lewitz" (Lewitzer Teiche). Es handelt sich hierbei um eine große Niederung, in der vor langer Zeit Teiche für die Fischzucht angelegt wurden. Das gesamte Gebiet dient vielen wasserliebenden Tieren als Heimat und ist ein sehr wichtiges und bekanntes Rastgebiet für Zugvögel auf der "Durchreise".

3,5 Kilometer weiter steht am linken Ufer ein hölzerner Aussichtsturm. Ihn sollten wir nutzen, um einen Blick über die Teichlandschaft zu genießen. Das Anlegen vor der Brücke ist einigermaßen bequem. Viele Möglichkeiten zum Aussteigen gibt es auf diesem Abschnitt ansonsten nicht gerade. Wenn wir fast am Ende der Lewitzer Teiche angekommen sind, müssen wir die Schleuse Lewitz nutzen. Einen Kilometer weiter flussabwärts endet auch das Naturschutzgebiet.

Nur 2 Kilometer später unterqueren wir die Autobahn A24 Hamburg - Berlin. Je nach Windrichtung ist mit einem gewissen Lärmschleier zu rechnen. Dann zeigen sich die ersten Gebäude von Neustadt-Glewe. Der Altarm rechts würde uns zum Wasserwanderrastplatz bringen, aber an dessen Ende befindet sich ein Wehr, an dem wir nicht aussteigen können, da die Ufer-Mauer sehr hoch ist. So lassen wir uns mit der Selbstbedienungsschleuse herunterschleusen und paddeln gleich rechts hinter der Schleuse auf die Burg zu bis in den Hafen. Dieser ist mit WC, warmen Duschen, Küche, Waschmaschine und Trockner reichhaltig ausgestattet. Es gibt eine kleine Zeltwiese, und für größere Gruppen kann auf Anmeldung mehr Platz auf einer benachbarten Wiese geschaffen werden.

Wir befinden uns in der Innenstadt und können alle Besorgungen vornehmen. Direkt neben dem Hafen steht die teilrestaurierte Burg und das alte Wasserkraftwerk. Auf der gegenüberliegende Straßenseite sehen wir das Schloss, in dem ein preiswertes Hotel untergebracht ist.

Neustadt-Glewe bis Grabow nach oben

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Verlassen wir Neustadt - Glewe, paddeln wir links an einer kleinen Industriebrache vorbei. Dann sind wir wieder für lange Zeit in purer Landschaft. Links liegt ein Wald, der nach einigen Kiometern einen kleinen Strand bietet. Kurz vorher mündete der Brenzer Kanal in die Müritz-Elde-Wasserstraße.

Das rechte Ufer ist insgesamt recht sandig, und dahinter liegt eine kleinteilige Wiesenlandschaft, die mit Wald umrahmt ist. Das zieht sich einige Kilometer bis zur Hechtsforthschleuse hin. Auch hier steht ein altes Wasserkraftwerk, wie an den meisten Schleusen der Müritz-Elde-Wasserstraße. Gleich dahinter liegt der ehemalige Wasserwanderrastplatz, Campen ist hier nicht mehr möglich, da sich das Gelände seit einigen Jahren im Privatbesitz befindet..

Nach ein paar Kilometern lassen wir uns wieder weiter herunterschleusen, wir sind in Grabow. In Grabow ist es möglich, für Besorgungen oder Restaurantbesuch am Ende der Hafenanlage links an einem Schwimmsteg anzulegen.

Wir empfehlen auch, die Schau - Manufaktur zu besuchen: im Werkstattladen in der Innenstadt schauen wir zu, wie in alter Kulisse Süßwaren wie Grabower Küsschen und andere wie vor 50 Jahren von Hand hergestellt werden. Wir können auch traditionelle Produkte wie Holunderlikör, Brennnesselwein und Kartoffelmarmelade kaufen, die dort gemacht werden.

Wir finden, in Grabow hat man in den letzten Jahren sehr viel erreicht. Viele Fachwerkhäuser sind sehr behutsam saniert worden und Grabow hat ein entsprechendes Flair bekommen.

Fresenbrügge bis Schleuse Malliß nach oben

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Kurz unterhalb von Grabow erreichen wir Fresenbrügge, rechts liegt die DKV-Kanustation Wasserwanderrastplatz Eldekrug. Hier gibt es einen modernen Wasserwanderrastplatz mit Wohnmobilstellplätzen, WC und Duschen. Wir sind ganz nahe am Altarm der Elde, mit kurzem Umtrageweg können wir bei genügendem Wasserstand die Alte Elde bis unterhalb der Schleuse Güritz paddeln. Sie fließt mit gutem Gefälle in unzähligen Mäandern durch viel Wald und einige Wiesen. Die Alte Elde hat sandigen Grund und klares Wasser. 

Achtung aktuell 2016: die Alte Elde ist seit 12. August aus Sicherheitsgründen für den Allgemeingebrauch gesperrt!

Kurz unterhalb von Fresenbrügge passieren wir die Autobahn 14 (2016 noch im Bau, soll 2017 fertig gestellt sein). Eine riesige Brückenanlage quert hier das breite Tal, in dem so wohl Alte Elde als auch die Müritz-Elde-Wasserstraße verlaufen.

Gut 4,5 Kilometer weiter sind wir an der Schleuse Güritz angekommen. Links fließt die Alte Elde hinzu. Der gegenwärtige Abschnitt ist mehr von Wiesen als von Wald geprägt, aber kahl ist es nicht. Nach weiteren 5 Kilometern schleusen wir in Eldena herunter. Gleich rechts hinter der Schleuse könnten wir in den Hafen hinein paddeln, er wird hier zusammen mit einem Campingplatz betrieben. 

Unterhalb Eldena paddeln wir wieder durch sandigen Kiefernwald. Es duftet herrlich nach Harz und mancher Specht überfliegt die Elde. Bis zur Schleuse Malliß sind es noch knapp 2 Kilometer. Rechts davor zweigt der kurze Ziegeleikanal ab, an dem der schöne Campingplatz "Wiesengrund" liegt.

Malliß bis Dömitz nach oben

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Der Ort Malliß ist Kern einer historischen Untertage-Abbaustätte von Salz, Kali, Alaun-Ton, Ton und Braunkohle.  Auch die nächste Schleuse, Neu-Kaliß, ist bald in Sicht. Wir erleben jetzt wieder einen Abschnitt, der teilweise aus Wiesenlandschaft, teilweise aus Sumpf mit üppiger Vegation besteht. Rechts und links der Elde sind unbetretbare Sumpfniederungen, Altarme und solche, die man versucht hat zuzuschütten. Etwa einen Kilometer weiter, noch innerhalb von Neu Kaliß, passieren wir bereits die nächste Schleuse.

Die Strecke zwischen Neu Kaliß und Dömitz kann man fast als die wildeste Strecke bezeichnen, was die Natur anbetrifft. Das liegt nicht zuletzt daran, dass links ein Nebenarm parallel zum Kanal verläuft. 

Die ersten Gebäude von Dömitz, die bald auftauchen, sind Wochenendhäuser. Links zwischen zwei solchen, direkt hinter einer großen Trauerweide, liegt die Einfahrt in einen Altarm, an dessen Ende der Dömitzer Kanuverein (www.kanu-doemitz.de) beheimatet ist. Etwas weiter im Kanal können wir rechts in den kleinen Hafen des Wasserwanderzentrum Dömitz hinein paddeln und ggf. unsere Kanutour beenden. Sollte dies im Wasserwanderzentrum (wegen eines evtl. seltsamen Hafenmeisters) evtl. nicht möglich sein, können wir entweder rechts am Sommerdeich vom kleinen Hafen aussetzen und am Deich hochtragen - oder wir können links vor der Schleuse an der Wartestelle am Steg oder an der Uferböschung aussteigen. Letzteres hat den Vorteil, dass man dort mit einem Fahrzeug hin gelangen kann. Dorthin gelangen wir ebenfalls, wenn wir den Altarm zum Kanuverein nutzen, statt bis kurz vor die Schleuse zu fahren.

In Dömitz können wir uns aber auch zur Elbe herunter schleusen lassen. Damit ist eine Weiterfahrt nach Hamburg, Lauenburg, Lübeck oder Bad Oldesloe z.B. möglich. Auch Mölln oder, über Lübeck, auch Ratzeburg sind hier zu erreichen. Die Elbe aufwärts zu paddeln ist nicht zu empfehlen, da mit Strömung in der Größenordnung von bis zu 5 km/h und mehr zu rechnen ist. Wenn man aber schon mal an der Elbe ist, kann man sich ja einen schönen Tag gönnen, indem man einfach die Elbe quert und am anderen Ufer das einsame Strandleben genießt. 

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