Gewässerbeschreibung der Ilmenau
Letzte Änderung: 27. Juni 2008
Den Fluss Ilmenau mit dem Kanu erfahren
Die Ilmenau hat mit der Universitätsstadt Ilmenau nichts zu tun: die Stadt liegt in Thüringen, also weit weg von Uelzen. Der Fluss Ilmenau entsteht aus dem Zusammenfluss der Gerdau und der Stederau in Uelzen und ist ab dort mit jedem Kanu-Typ befahrbar.. Dort ist sie schon etwa 12 bis 15 Meter breit, wird jedoch unterhalb von Uelzen wieder etwas schmaler. Die Ufer sind natürlich, der Kanuwanderer paddelt teilweise sogar durch waldige Abschnitte. Zweimal kreuzt sie den Elbe-Seiten-Kanal, sie mündet unterhalb von Winsen bei Hoopte / Stöckle in die Elbe. Auf den letzten 11 Kilometer ab Schleuse Fahrenholz wird der Wasserstand und die Strömung von den Gezeiten bestimmt! Von Uelzen bis Lüneburg wird der Wasserwanderer von deutlicher Strömung verwöhnt, kann aber auch nicht einfach aufwärts paddeln, da Wassertiefe und Strömung oft nicht in geeignetem Verhältnis stehen. Mit leerem Kajak ist natürlich vieles möglich. Ab Schleuse Bardowick ist mit Windeinfluss zu rechnen, da wir uns im Bereich der Elbeniederungen befinden.
Tourenplanung
Bei unserer Tourenplanung sollten wir auf die teilweise etwas ungünstig verteilten Übernachtungsmöglichkeiten achten. Einkaufen können wir dagegen überall. An Besichtigungen sollten wir folgendes unbedingt einplanen: den Hundertwasserbahnhof in Uelzen, das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg, das Kloster Lüne mit ihrem Textilmuseum sowie das Schiffshebewerk in Scharnebeck. Die historische Altstadt von Lüneburg ist wirklich einen Aufenthalt wert. Alle weiteren Informationen unter "Orte und Sehenswürdigkeiten".
Uelzen
Einzelne Wasserwanderer (oder angemeldete Gruppen) können beim Kanuclub Uelzen einsetzen, wer von der Gerdau oder Stederau kommt, kann dort auch zelten, WC und Duschen vorhanden. Für größere Gruppen empfiehlt sich für den Tourenstart der Einsatz vom Marktplatz aus. Auch unterhalb des Außenmühlenwehrs ist eine gute Einsetzmöglichkeit. Uelzen ist sehr gut mit der Bahn zu erreichen, sowohl für Tourenstart / Anreise als auch für das Nachholen der Fahrzeuge. Durch zunächst Sumpf - ähnliche Landschaft paddeln wir durch Uelzen, die Strömung läßt unterhalb des Kanuclubs deutlich nach. Es erscheint die erste Umtragestelle: am Wehr "Ratsmühle" (kl. Wasserkraftwerk) am Ratsmühlenteich setzen wir an einem kleinen Holzsteg aus und gleich unterhalb des Wehrs an einem Holzsteg neben der Fischtreppe wieder ein. Es gibt wieder Strömung. 1,7 Kilometer weiter kommt das nächste Wehr: die Außenmühle. Es gibt eine Bootsrutsche aus Teichfolie, aber die ist nicht bei jedem Wasserstand zu nutzen. Aussetzen können wir rechts, und nachdem wir die Wiese verlassen haben, schließen wir das Tor wieder. Ein paar Meter weiter setzen wir ins Unterwasser am sandigen Ufer wieder ein und verlassen Uelzen fast, bis von rechts die Wipperau einmündet: hier wird man kaum Pausieren, kann aber unter der Straßenbrücke Wipperau gut einsetzen.
Störtenbüttel - Emmendorf
Die Ilmenau fließt recht flott durch Wiesen, ab und zu gibt es einen waldigen Abschnitt. 5km unterhalb der Außenmühle können wir rechts anlegen, das Ufer ist allerdings recht hoch. Es ist die offizielle Rastmöglichkeit "Störtenbüttel", nur vom Fluss aus zu erreichen und im Sommer schlecht zu erkennen. Nach weiteren 3 Kilometer auf relativ schmalem Fluss mit netter Strömung sind wir schon in Emmendorf angelangt (km 45). Bevor wir den kleinen Schwall vor der Straßenbrücke genießen dürfen, pausieren wir links an der Raststelle, die von einem Holzanleger aus zu erreichen ist. Im Dorf gibt es einen Landgasthof, der in einem knappen halben Kilometer Fussmarsch zu erreichen ist. Bis Bad Bevensen haben wir nun noch etwa 10 Kilometer zu paddeln.
Emmendorf - Jastorf
Unter der Brücke, die nun folgt, paddeln wir durch einen flotten Schwall, immer schön die Richtung halten und ja nicht quer geraten. Es folgt noch eine kleine Gefällestrecke, dann fließt die Ilmenau wieder über sandigen Untergrund mit der gewohnten Strömung von (im Sommer) etwa 3km/h. So genießen wir die natürlichen Ufer, paddeln unter Weiden hindurch und begrüßen manche Kuh am Ufer. Ab und zu gibt es einen kleinen Schwall, immer Kurven und manchmal schon sehr dichtes Gehölz, durch das wir unser Kanu gekonnt hindurchmanöverieren. Dieser Abschnitt zählt eher zu den Wiesen - als zu den Waldabschnitten. Pausenplätze sind daher eher selten anzutreffen. So muß sich die Blase noch etwas gedulden, bis sich eine zum Aussteigen geeignete Stelle findet. Ohne etwas davon zu bemerken, paddeln wir an den Dörfern Walmsdorf (kleine Straßenbrücke) und Nassennottorf (links) vorbei. Die Ilmenau wendet sich vehement nach Osten und wir unterqueren die erste Brücke, die den Elbe-Seiten-Kanal in mehr als 10 Meter Höhe über die Ilmenau hinweg führt. Schiffe fahren also hier über unsere Köpfe hinweg. Wenn wir am Ufer aus Beton anlegen mögen, können wir die Stufen zum ESK hinauf steigen, um eine beeindruckende Aussicht über die Landschaft zu genießen. Wer bis hierher den ESK gepaddelt ist, könnte hier seine Boot in die Ilmenau umsetzen... Die ersten Häuser von Jastorf kommen in Sicht, die Straßenbrücke zwischen Eppensen und Jastorf erscheint, bevor es wieder durch Wiesen an Ufern mit vielen Weidengehölzen weitergeht. Ein paar Flussschleifen weiter mündet von rechts der Röbbelbach in die Ilmenau, der von Groß Hesebeck kommt. Gleich dahinter paddeln wir erneut unter dem Elbe - Seiten - Kanal hindurch, unter der Brücke sind Ausstiegsmöglichkeiten.
Jastorf - Bad Bevensen
Links sehen wir ein paar rote Dächer, es sind Bauernhöfe in Klein Bünstorf. Eine Holzbrücke verbindet die Wanderwege links und rechts der Ilmenau, die vom nahen Bad Bevensen zeugen. Die Ufer sind jedoch so dicht bewachsen, daß man nicht viel von den Randbesiedlungen (rechts) sieht. Eine weitere Fußgängerbrücke führt über den Fluss, rechts wird die Stadt sichtbar. Die Wiesen links werden hier nicht mehr intensiv bewirtschaftet, was zu einer interessanten Umgebungsvegetation führt. Eine Siedlung links abseits der Ilmenau und den nahen Friedhof bekommt man nicht mit, der Wanderweg durch typische Sumpfwiesen liegt ebenfalls etwas entfernt. Es erscheint die Brücke der Umgehungsstraße, direkt hier befindet sich eine sehr gute Einsetzstelle und Pausenmöglichkeit, alles bis auf den kleinen Zuweg von der Umgehungsstraße (L252, Demminer Allee) ist hier sumpfig und wild. Kurz darauf sind wir schon im Stadtpark, nachdem wir die Brücke zur Innenstadt (Fussgängerzone) hinter uns gelassen haben. Rechts ist eine gute Ausstiegsmöglichkeit, um einen Imbiß oder einen Kaffee in einem der sehr nahen Cafes und Restaurants zu uns zu nehmen. Wir haben von Uelzen aus bereits etwa 22,5 Kilometer hinter uns gebracht, und es wäre Zeit, eine Unterkunft aufzusuchen. Einen Campingplatz (Wasserwanderrastplatz) finden wir hier jedoch nicht, wir sind auf Pensionen oder Hotels angewiesen, von denen es hier viele gibt. Welche von denen jedoch paddlerfreundlich eingestellt sind, kann hier bei der Kurverwaltung erfragt werden, tel. 05821/570 , info@bad-bevensen.de. Der Bahnhof ist etwa 1000 Meter von der Ilmenau / Kurpark entfernt.
Umtragen Kloster Medingen
Durch Bad Bevensen hindurch dauert es nicht lange, bis wir an einer neuen Holz-Fußgängerbrücke ein Schild entdecken, das uns auf das folgende Medinger Wehr hinweist. Wir müssen direkt hinter der Brücke links aussetzen und unseren Bootswagen befestigen. Über die Brücke, dann links den Waldweg entlang schieben wir unser Gefährt an der Kläranlage vorbei. Damit sind wir schon am Wehr und am Kloster Medingen vorbei und können an einem (zu hohen) Holzsteg wieder in die Ilmenau einsetzen. Die Umtragestrecke hat eine Länge von etwa 900 Meter. In großen und kleinen Windungen trägt uns die Ilmenau nun mit guter Strömung weiter. Der Wald rechts bietet unseren Sinnen Abwechslung und unserem Kanu Schutz vor zuviel Wind, so daß wir eine angenehme Fahrt vor uns haben.
Bruchtorf bis Wichmannsburg
Vor der Staßenbrücke Jelmstorf - Bruchtorf sehen wir rechts einen Anleger und dahinter ein Backsteinhaus mit grünen Fensterläden, hier befindet sich das "Jugendfreizeitheim Bruchtorf", wo sowohl Gruppen als auch Einzelwanderer zelten oder im Gruppenhaus übernachten können (unbedingt anmelden unter tel. 0581-8 23 37). An der Straßenbrücke selbst könnte man aussteigen und dringende Bedürfnisse erledigen. Wir paddeln weiter durch waldige Landschaft, oft kommen wir an steilen, bewaldeten Ufern vorbei, die manchem Eisvogel den optimalen Standort für eine Niströhre bieten. Diese hübschen Vögel trifft man hier überall an, aber auch auffallend viele andere Arten wie Zaunkönig, Rotkehlchen, Weidenmeise, Buntspecht, Zilpzalp, Baumläufer und Waldlaubsänger. Auch an Wasservögeln mangelt es nicht, meist Stockenten sind es auf diesem Abschnitt bis vor Lüneburg. Weiter oben kreisen Mäusebussard und Turmfalke. Vor Wichmannsburg erscheint rechts an einem hohen Hang eine Art Plattenbau, potthäßlich in den schönen Wald gebaut, aber wenn man dort wohnt, sicherlich mit netter Aussicht auf die Ilmenau und Umgebung. Die Straßenbrücke von Wichmannsburg kommt in Sicht, links davor können wir an einem Holzsteg anlegen und rasten. Dieser Platz eignet sich auch gut zum Einsetzen. Man kann gut an die Ilmenau heranfahren, parken muß man jedoch weiter im Dorf. Mit ein paar Zelten ist hier auch Übernachten möglich und erlaubt, Toiletten sind vorhanden.
Von Wichmannsburg bis Bienenbüttel
Die Weiterfahrt vom Rastplatz Wichmannsburg bringt uns gleich viel Schwung: rechts des Brückenpfeilers paddeln wir durch einen schönen Schwall, links sollten wir bei normalen Wasserständen nicht paddeln, da dort zuwenig Wasser fließt und dadurch die harte Kante und ein paar Steine zur Wirkung kommen können. Einige Weiden und ca. 178 Erlen weiter sind wir an der Straßenbrücke Bienenbüttel, wo wir rechts anlegen und pausieren können. Der Platz ist gepflegt, zum Einsetzen kann man tagsüber mit dem Fahrzeug heranfahren. 200 Meter weiter vor der Ilmenauhalle ist Dauerparken möglich. Bis zum Bahnhof sind es etwa 12 Minuten Fußweg, man geht auf die Kirche zu und dann rechts. Die Bahn verkehrt stündlich in Richtung Uelzen und auch Lüneburg (Hamburg). An dieser Einsetzstelle kann man einen Kanusafe nutzen, um sein Kanu nebst Ausrüstung für eine Stadtbesichtigung oder einen Restaurantbesuch einzuschließen, eine wahrhaft auch für andere Gemeinden empfehlenswerte Einrichtung! Ein tagsüber besetztes Infomobil steht für Auskünfte zum Ort, zur Ilmenau und zum umweltfreundlichen Paddeln bereit.
Von Bienenbüttel bis Melbeck
An vielfältigen Ufergehölzen und teilweise steilen Ufern entlang paddeln wir knapp 3 Kilometer bis Grünhagen. Hier quert eine neue Fußgängerbrücke aus Holz die Ilmenau, rechts und links hat man einen Anleger gebaut. Links verläuft direkt die Bundesstraße 4, sie ist nicht zu überhören. Eine Zufahrt zu diesem Platz macht ihn als Einsetzstelle tauglich, man kann direkt an die Ilmenau heran fahren. Die Landschaft ist die nächsten 4 Kilometer bis zum Wasserwanderrastplatz Melbeck besonders schön und entschädigt etwas für den Straßenlärm der B4. Der Zeltplatz Melbeck ist voll ausgestattet. Man kann ihn auch für eine Pause nutzen und das Cafe besuchen. Eine Kanuvermietung gibt es hier ebenfalls. Zum Übernachten bieten sich außer der Zeltwiese direkt am Fluss auch kleine Blockhäuser an.
Von Camping Melbeck bis Rote Schleuse
Hier sind wir mitten im Gebirge: rechts sind wir am "Klötzenberg" vorbeigefahren, der immerhin 78 Meter hoch über den Meeresspiegel aufragt, die anderen Hügel messen ca. 35 Meter (Galgenberg) und 65 Meter (Blocksberg). Auf alle Fälle sind wir in einer relativ waldreichen Gegend unterwegs, und Wind macht dem Paddler hier auch nicht viel zu schaffen. Etwas abseits von Melbeck kommt links ein kleiner Rastplatz in Sicht, hier ist man auch vom Straßenlärm wieder etwas entfernt und kann ruhig auf einer Bank im Schatten sitzen. Sehr ausgeprägte Mäander, sehr hügeliges östliches Ufer - wir kommen nach Deutsch-Evern, offensichtlich einem Vorort von Lüneburg mit vielen teuren Villengrundstücken an der Ilmenau. Direkt hinter der Brücke der Straße von Melbeck nach Deutsch Evern sehen wir rechts eine kleine Einsetzstelle mit Rastplatz. Parken ist hier für 1 bis 2 Fahrzeuge möglich. Es folgen besagte Villengrundstücke rechts, links ist alles natürlich und man kann kaum anlanden, bis die Brücke der Umgehungsstraße Lüneburg (B209) erreicht ist: rechts dahinter ist wieder eine Einsetzstelle, zu erreichen von der Straße "Rote Schleuse" und "Am Petersberg". Hinter der nächsten Brücke liegt links der Anleger des Fahrgastschiffes, und hier können wir auch aussetzen, wenn wir uns auf dem modernen Campingplatz "Rote Schleuse" häuslich niederlassen möchten. Mit dem Bootswagen sind es noch 150 Meter bis zu diesem Wasserwanderrastplatz.
Von Lüneburg bis zum Lösgrabenwehr
Kurz darauf mündet links der Hasenburger Mühlenbach ein, davor befindet sich eine größere Fläche, die sich auch für Gruppen zum Rasten eignet. Durch sumpfiges Gelände und teilweise Wald paddeln wir durch die Anfänge von Lüneburg, die Ilmenau wird hier breiter. Links und rechts Natur, zwischendrin mal der Ruderclub "Wiking", mal einige wenige Grundstücke, Wanderwege. Ab und zu fliegt ein scheuer Flussuferläufer mit lautem Schreien auf, das etwas an Seeschwalben erinnert. Etliche Brücken führen über die Ilmenau, die Bebauung wird allmählich dichter. Rechts dann ein Abstellgleis mit vielen alten Waggons, die teilweise bunt angemalt worden sind. Links erscheint der Anleger des Lüneburger Kanuclubs. Es fällt auf, daß diese Wassersportvereine ihre Anleger den tatsächlichen Wasserständen anpassen ganz im Gegensatz zu den Gemeinden, leider. Noch ein paar Meter, dann sind wir am Lösgrabenwehr. Links liegt ein Biergarten mit Bootsvermietung, den Altarm links kann man nicht nutzen. Wir müssen aussetzen und unser Kanu mit dem Bootswagen zur Einsetzstelle unterhalb des Wehres schieben. Der folgende Lösgraben ist sehr flach, die Einsetzstelle sehr "provisorisch". Es kann sogar sein, daß man hier zeitweise treideln muß, staken ist die ersten 200 Meter garantiert. Ab dem Wehr befinden wir uns auf einer Bundeswasserstraße, die Kilometrierung beginnt hier mit 0 km. Die Zufahrt über die Stadt erfolgt über die "Willy-Brandt-Straße". Man kommt direkt zum Wehr, kann dort jedoch nur abladen, parken muß man entfernt.
Wasserstraße Ilmenau bis zur Schleuse Bardowick
Am Ende des Lösgrabens ist links der Lüneburger Ruderclub beheimatet, Vom Ausgang des Lüneburger Hafens an, also bei km1, paddeln wir auf einem Schifffahrtsweg. Hier wurden früher die Salztransporte auf sogenannten "Ewern" abgewickelt. In letzter Zeit gab es noch einmal eine größere Nutzung für einen Holz verarbeitenden Betrieb, und seitdem gibt es fast nur noch Sportschifffahrt. Die Ufer sind aus Steinen geschüttet, links sind kleinere Industriebetriebe angesiedelt. Rechts herrscht die Natur. Die Schleuse Bardowick erreichen wir bei km 6, sie läßt sich leicht umtragen. Die niedrige Straßenbrücke bei Bardowick ist als Zugbrücke ausgeführt, kurz davor liegt rechts der Ruderclub "Welle" Bardowick. Das umliegende Gelände ist jetzt flach, wir paddeln nur noch durch Wiesen. Wenn es jetzt windig ist, werden wir es deutlich spüren. Bei Hohensand haben wir Gelegenheit, den Fluss kurz zu verlassen, um in der nahen Gaststätte einzukehren.
Bardowick bis zur Schleuse Wittorf
Wir paddeln weiter durch das nun flache Land und erfreuen uns an so manchem Storch. Bald sind wir in Wittorf, paddeln unter der dortigen Zugbrücke hindurch und sind bei Kilometer 12,3 an der Schleuse Wittorf angekommen, die Ilmenau liegt hier über dem Niveau der Umgebung in einem Dammbett. Für die meisten wird die Fahrt hier zuende sein, sie können sich links auf dem Schleusenbetriebsgelände abholen lassen. Dafür muß man in Wittorf den Schleusenweg hineinfahren, immer am Deich entlang. Wer weiterpaddeln möchte, hat ab jetzt eine sehr gerade Kanalstrecke vor sich und bald auch hohe Deiche neben sich.
Von Wittorf bis zum Ilmenau Sperrwerk Hoopte
Bis zur Mündung in die Elbe bei Hoopte nahe Winsen haben wir noch eine Länge von etwa 17,5 Kilometer zu paddeln. Rechts trifft man auf die Einmündung Neetze-Kanal, dann Barumer Stichkanal (Pumpwerk) und hat bei Kilometer 19 die Schleuse Fahrenholz zu überwinden. Sie kann leicht rechts umtragen werden. Ab hier ist mit Einfluss der Gezeiten zu rechnen, einen Gezeitenrechner findet man beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Man streift die Orte Oldershausen, Fahrenholz und Tönnhausen. Ein Stück weiter abwärts wird das Wasser der Ilau in den Ilmenau-Kanal gepumpt (oder es fließt bei Niedrigwasser im freien Gefälle). Danach fließt von links die Luhe in den Ilmenaukanal, ein paar Altarme verschönern unsere Fahrt. Dann kommt links der Hafen von Stöckte in Sicht, bevor wir durch das Ilmenausperrwerk hindurch in die Elbe paddeln. Das Sperrwerk wird ab 3 Meter über mittlerem Hochwasser geschlossen, um das Hinterland an den Segnungen der Wassermassen bei Sturmfluten der Nordsee nicht teilhaben zu lassen.