Übersicht - Kurzinfo Ilmenau
Letzte Änderung: 31. März 2008
Geographische Lage
Südlich der Elbe auf Höhe Lauenburg bildet die Ilmenau von Uelzen bis Wittorf etwa die Grenze zwischen der Lüneburger Heide und dem Wendland. Ihre wichtigsten Quellgewässer Sterderau und Gerdau entspringen südlich bzw. östlich von Uelzen. Hier der Überblick bei Google Maps
Befahrungsregelungen
Es gibt zur Zeit keine konkreten Befahrungsbeschränkungen. Das Verhältnis zwischen den Interessen des Naturschutzes und den Interessen der Wasserwanderer im Bereich der Lüneburger Heide als Einzugsgebiet Hamburgs ist jedoch angespannt und hat in der Vergangenheit an verschiedenen anderen Heideflüssen zu Sperrungen geführt. Die Probleme wurden dadurch jedoch nicht gelöst, sondern nur verschoben, da auf andere Flüsse ausgewichen wird. Über die Gesamtsituation der Ilmenau und der übrigen Heideflüsse in Bezug auf den Kanutourismus können Sie sich hier informieren: "Projekt Umweltverträgliches Kanuwandern". Der Landkreis Uelzen ist Projektträger und Koordinator und es wird engagiert an konkreten Lösungen gearbeitet.
Befahrbare Flusslänge
Vom Zusammenfluss der Gerdau mit der Stederau vor Uelzen bis Lösgrabenwehr in Lüneburg sind es etwa 57 Kilometer. Von dort bis zur Einmündung am Ilmenau-Sperrwerk in die Unter-Elbe bei Hoopte (Winsen / Luhe) sind es noch einmal knapp 30 Kilometer.
Schwierigkeitsgrad
Die Ilmenau kann von Wasserwanderern mit Grundkenntnissen bis Bienenbüttel, ab Bienenbüttel bis zur Mündung auch von Anfängern gefahren werden. Zu bedenken ist, daß Wind ab Bardowick evtl. mehr Können und Kraft verlangen kann.
Strömung / Gefälle
Ab Uelzen bis Lüneburg Lösgrabenwehr 2-3 km/h, streckenweise mehr. Ab Hafen Lüneburg verhalten. Aufwärts paddeln sollten Anfänger zwischen Lüneburg und Uelzen nie, weiter abwärts möglich. Im Oberlauf streckenweise zu flach zum Aufwärtspaddeln im Verhältnis zur Strömung, hier nur für Könner und nur mit leerem Kajak zu empfehlen. Immer Kentergefahr beim Aufwärtsfahren von Staustufen.
Uferbeschaffenheit und Umgebung
Natürliche Ufer bis Lüneburg Lösgrabenwehr, ab da gepackte Böschung, die jedoch gut bewachsen ist. Oft Weiden, Erlen und Sumpf, teilweise (vor allem zwischen Bienenbüttel und Lüneburg) Abschnitte mit steilen bewaldeten Hängen.
Windanfälligkeit
Kaum bis Bardowick, ab dort teilweise erheblich, da sehr flache Umgebung und wenig Bäume. Im Ilmenaukanal teilweise geschützt durch die Deiche rechts und links bei ausgeprägten West- und Ostwinden.
Befahrungshäufigkeit
An bekannten und berüchtigten Feiertagen und an Hochsommerwochenenden kann es schon mal sehr voll werden, ansonsten eher ruhig.
Wehre / Schleusen / Wasserhaltung
- In Uelzen am Ratsteich, kurze Strecke.
- Dort ebenfalls an der Außenmühle, kurze Strecke.
- In Medingen, hier 900 Meter über festen, schönen Weg, teilweise Wald.
- Lüneburg Lösgrabenwehr, ca.80 Meter befestigter Weg
- Schleuse Bardowick, kurze einfache Umtragestrecke
- Schleuse Wittorf, dito
- Schleuse Fahrenholz, dito
- Schleusungen 1.4. - 31.10. 8:00 - 16:00h
kostenfrei für Sportboote - für Schleusungen bitte Anmelden tel. 0171 - 67 42 142
Umgebungslärm
Deutlich nahe der Bundesstraße 4 nahe Bienenbüttel und ebenso bis an Melbeck vorbei, ansonsten eher relativ ruhig. In Uelzen sogar wenig Stadtlärm, in Lüneburg bis Lösgrabenwehr verhalten, ab Hafen etwas mehr. Auf der unteren Ilmenau kaum Straßenlärm.
Gezeiten
Mit Gezeiteneinfluss haben wir ab Schleuse Fahrenholz zu rechnen, bei bestimmten Wehrstellungen an der Schleuse Fahrenholz gibt es auch bis Wittorf Tideneinfluss.
Einkaufsmöglichkeiten
Gute Einkaufsmöglichkeiten existieren in Uelzen, Bad Bevensen, Bienenbüttel, Deutsch-Evern und Lüneburg sowie Winsen.
Nebenflüsse / Anschlußgewässer
Kurz unterhalb Schleuse Wittorf zweigt der Neetze-Kanal ab, man kann ihn in Richtung Süden paddeln, mit Unterbrechung durch den Elbe-Seitenkanal. Ferner kann man ebenfalls dort in den Barumer Stichkanal umsetzen, der mit der Neetze verbunden ist, die einmal nach Norden führt und unterhalb Fahrenholz zum Ilmenaukanal fließt und auch nach Süden verbunden ist, wo es zum Barumer See, Reihersee und weiter die Neetze aufwärts bis zum Elbe - Seitenkanal geht. Eine Weiterfahrt auf der Elbe ist erfahrenen Kanuten mit geeigneten Booten ebenfalls möglich, man ist hier im Gezeitenbereich (zwischen Geesthacht und Cuxhaven).

