Übersicht - Kurzinfo Dahme-Spree-Rundtour (Märkische Umfahrt)

Letzte Änderung: 23. Januar 2014

Geographische Lage

Die Dahme-Spree-Rundtour paddeln wir südöstlich von Berlin in Brandenburg durch das Dahme-Spree-Seengebiet und die Märkische Heide; sie führt uns entlang der Orte Berlin, Königs Wusterhausen, Prieros, Märkisch Buchholz, Beeskow, Fürstenwalde und Erkner. Im Süden berühren wir den Unterspreewald bei Leibsch.

Städte & Gemeinden

Ihre Kanureise  "Große Märkische Umfahrt" führt Sie an folgenden Orten und Städten vorbei:

Märkisch-Buchholz · Leibsch · Neuendorf am See · Alt Schadow · Werder · Kossenblatt · Briescht · Trebatsch · Sobrodt · Leissnitz · Kummerow · Beeskow · Neubrück(Spree) · Drahendorf · Berkenbrück · Fürstenwalde · Hangelsberg · Mönchwinkel · Spreewerder · Spreeau · Hohenbinde · Erkner · Berlin · Gosen-Neu-Zittau · Wernsdorf · Eichwalde · Zeuthen · Wildau · Niederlehme · Königs-Wusterhausen · Zernsdorf · Senzig · Kablow · Bindow · Gussow · Dolgenbrodt · Prieros

Befahrbare Flusslänge

Diese Kanu-Rundtour hat eine Länge von ca. 180 km (offiziell 200 km, das ist jedoch übertrieben), sie ist beliebig verlängerbar.  Der Startpunkt kann an jeder Einsetzstelle sein, Stadtnähe wäre wohl vorteilhaft wegen besserer Auto-Abstellmöglichkeiten oder Bahnanbindungen. Die reine Paddelzeit (Genußpaddler) setzen wir mit etwa 50 Stunden an.

Strömung / Gefälle

Die Spree fließt durchgängig mit 1-3 km/h von Leibsch bis zum Dämeritzesee (Erkner); den Strom der Dahme bemerkt man bei sommerlichen Wasserständen frühestens ab Prieros aufwärts (außer bei sommerlichen Hochwässern). Der Oder-Spree-Kanal fließt mit < 1 km/h in Richtung Berlin oder steht ganz.Bei Hochwasser wie im Jahre 2010 kann aber alles komplett anders aussehen, dann sollte man auf Zeitungsmeldungen achten und sich immer vor Ort informieren.

Schwierigkeitsgrad

Die Dahme-Spree-Rundtour ist im Prinzip Anfänger- und Familientauglich: es gibt keine kleinfluss- oder großflusstypischen Schwierigkeiten, lediglich der Motorboots- und Schiffverkehr auf dem Abschnitt Berlin-Königswusterhausen und evtl. weiter aufwärts sowie dem Oder-Spree-Kanal erfordert entsprechend umsichtiges Verhalten.

Uferbeschaffenheit und Umgebung

Die Ufer sind bis auf wenige Abschnitte durchweg üppig bewachsen bis wild. Eine Ausnahme bildet der Oder-Spree-Kanal, andere Kanalabschnitte weisen zwar befestigte Ufer auf, diese bestehen aber zumeist aus Holz. Selbst die Ufer des Oder-Spree-Kanals erscheinen nicht kahl, da es auch dort wie fast überall viele Altarme gibt und die Uferränder nie übermäßig "gepflegt" werden, wie man es von anderen Schifffahrtsstraßen kennt.

Windanfälligkeit

Die Flussläufe von Spree und Dahme sind wenig windanfällig, da sie recht geschützt liegen. Nur dadurch, daß diese Flüsse noch weitgehend natürlich mäandern, hat man vorübergehend Windeinflüsse. Auf den Seen ist die übliche Vorsicht geboten, auf dem Oder-Spree-Kanal herrscht trotzt Waldumgebung recht starker Windeinfluss, sommers vorzugsweise in westlicher Richtung.

Motorboote

Es gibt fast keinen komplett Motorboot-freien Abschnitt, da auch auf den "eigentlich" gesperrten Abschnitten Anliegern das Fahren mit Motorboot erlaubt ist. Mit starkem Motorbootsverkehr ist jedoch nur auf den Seeketten südöstlich von Berlin zu rechnen, dort besonders an den warmen Wochenenden und den Sommerferien. Man richte seine Tage so ein, daß man dort entweder am frühen Morgen unterwegs ist oder die Wochentage nutzt. Besonders montags ist es eher ruhig.

Umgebungslärm

Mit Umgebungslärm ist in den Bereichen Berlin bis Königswusterhausen zu rechnen, ansonsten ist es eher ruhig bis richtig still. Die Abschnitte Prieros bis Leibsch auf der Dahme sowie die gesamte Spree ist bis auf sehr wenige Kilometer als still zu bezeichnen. Mit der Eröffnung des neuen Großflughafens Berlin-Schönefeld könnte evtl.der Luftverkehrslärm etwas zunehmen.

Befahrungshäufigkeit

Durchschnittlich bisher eher verhalten, abschnittsweise auch sehr wenig befahren, besonders die abgelegenen Strecken. Der Kanuverkehr kann aber auch noch erheblich zunehmen, ohne das es irgendwo eng wird, da wir es nicht mit einem Kleinfluss zu tun haben.

Verkrautung

Eventuell auftretende Verkrautungen werden mit Spezialfahrzeugen beseitigt, die das Kraut gleich aufnehmen. Daher gibt es keine kleinfluss-typischen Probleme auf Dahme und Spree. Die Altarme wachsen zum Teil über den Sommer regelrecht zu, was der Tierwelt zugute kommt und daher zu begrüßen ist.

Wehre / Schleusen / Wasserhaltung

Es gibt auf dieser Rundtour 8 Schleusen und 4 Wehre zu überwinden. Wenn nicht geschleust wird bzw. an den Wehren muß man die bereitstehenden Gleisloren nutzen, an manchen Stellen ist auch der Einsatz eines eigenen Bootswagens möglich. Für das Umsetzen mittels Loren sind manchmal bis zwei erwachsene Männer nötig. Die Handschleusen in Leibsch und Neuhaus  sind relativ leicht zu bedienen. Allerdings muß man bedenken, daß das Aussteigen in der Schleuse für Kajakfahrer knifflig sein kann: es gibt nur eine steile Wand mit integrierter Leiter, an der man aussteigen muß. Da ist es besser, nicht allein zu paddeln.

Schleusenbetriebszeiten

Stand: 1. Juli 2010

  • Schleuse Alt Schadow 1.April bis 31.Oktober jede volle Stunde 9:00 bis 19:00 Uhr
  • Schleuse Kossenblatt (Automatik) 1.April bis 31.Oktober 7:00 bis 21:30 Uhr
  • Schleuse Beeskow (Automatik) jede volle Stunde 7:00 bis 21:30 Uhr
  • Schleuse Fürstenwalde 1.4.- 31.10 6-20:00h; 1.11. - 31.3. 7-10:00h So. - u. Feiertags 8-18:00h
  • Schleuse Neue Mühle (Königs Wusterhausen) tel 03375 293686
  • Schleuse Prieros 1.Mai bis 3.Oktober 10:00 bis 19:00 Uhr
  • Schleuse Hermsdorfer Mühle  1.Mai bis 3.Oktober 10:00 bis 19:00Uhr

WWR

Einen Wasserwanderrastplatz mit WC und/oder Duschen finden wir in Märkisch-Buchholz, in Neuendorf am Ende der Neuendorfer Spree, 3x am Neuendorfer See, in Beeskow, am Oder-Spree-Kanal (Forsthaus an der Spree), in Hangelsberg, am Krossinsee, am Zeuthnersee (Campingverein) und am Krüpelsee (hier nur Kleingruppen).(Bitte den rechten Menüpunkt beachten, dort mehr Info).

Ferner gibt es im Verlauf der Spree eine gewisse Anzahl an Biwakplätzen mit Chemietoiletten oder ganz ohne, immer in Ortsnähe.

Wir empfehlen Gruppen, sich in jedem Fall anzumelden. Bei verschiedenen Ruder- und Kanuvereinen stehen ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Einkaufsmöglichkeiten

Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Märkisch-Buchholz, in Kossenblatt (eingeschränkt), in Beeskow, in Fürstenwalde, in Erkner, in Gosen, in Wildau, in Königs Wusterhausen und in Prieros (eingeschränkt).

Bootswagen

Es ist anzuraten, einen Bootswagen mitzunehmen, sei es auf größeren Campingplätzen oder bei der Umtragung einiger Wehre, um die Benutzung der Gleisloren zu vermeiden.

Nebenflüsse / Anschlußgewässer

An vielen Punkten ist es möglich, die Kanutour zu verlängern. Dafür stehen etliche Seen, der Nottekanal, der Oder-Spree-Kanal (Oder-Anbindung) in östlicher Richtung und der gesamte Spreewald zur Verfügung. Über den Teltowkanal und /Oder Landwehrkanal ist die Untere Havel zu erreichen und damit die Elbe. Über Oranienburg und Obere Havel sind wir direkt an die Gewässer der Mecklenburgischen Seenplatte angeschlossen.

Unter Einbeziehung des Müggelsees und der Köpenicker Dahme ist die Märkische Umfahrt um etwa 20 km zu verlängern.

Man erreicht von dieser Dahme-Spree-Rundtour aus sowohl die Seenkette zwischen Prieros und Teupitz als auch jene von Prieros nordöstlich Langer See über Storkower See bis Bad Saarow am Scharmützelsee.

Bahn & Bus

Einen Bahnhof finden wir:

  • in Halbe (etwa 4km bis Märkisch-Buchholz, ggf. Busverbindungen nutzen);
  • in Beeskow; 
  • in Berkenbrück (ca. 2km);
  • in Fürstenwalde (ca. 1km);
  • in Hangelsberg;
  • in Zeuthen;
  • in Wildau;
  • in Königs Wusterhausen;
  • in Zernsdorf;
  • in Kablow.

Busse fahren fast überall, allerdings nicht oft am Tag und besonders in den Ferien.

Befahrungsregelungen

Wir befinden uns hier fast durchgängig auf Bundes- oder Landeswasserstraßen, die entsprechenden Regeln sind einzuhalten.

WEiteres: die Alte Dahme darf nicht befahren werden.

Bei der Befahrung des Gosener Grabens und auch des Gosener Kanals dürfen die Ufer nicht betreten werden; die Inselgruppe bei Gosen ist Naturschutzgebiet und man darf sich ihr nicht annähern (Brutplatz vieler Trauerseeschwalben).