Übersicht - Kurzinfo Peene
Letzte Änderung: 11. September 2012
Geographische Lage
Die Peene fließt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie speist sich hauptsächlich aus drei Zuflüssen: dem Ausfluss aus dem Malchiner See (südwestlich von Malchin), der Kleinen Peene (zwischen Teterow und Güstrow) sowie der Ostpeene (nördlich von Waren / Müritz). Sie mündet bei Anklam in den Peenestrom bzw ins Stettiner Haff. Der Peenestrom ist ein Meeresarm, der die nördliche Verbindung des Stettiner Haffs bildet (sozusagen eine gemeinsame Mündung von Oder und Peene, wobei die Oder noch zwei weitere Mündungsarme durch die Insel Wollin hat). Er mündet vor Peenemünde in die Ostsee.
Städte & Gemeinden
Ihre Kanureise auf der Peene kann Sie zu folgenden Orten und Städten führen:
Dahmen · Malchin · Neukalen · Kummerow · Sommersdorf · Meesiger · Verchen · Upost · Schönfeld/Trittelwitz · Demmin · Pensin · Rustow · Zeitlow · Loitz (Stadtporträt und Sehenswürdigkeiten Loitz) · Sophienhof · Alt Plestlin/Bentzin · Jarmen · Gützkow · Stolpe · Anklam (Stadtporträt und Sehenswürdigkeiten Anklam)
Befahrbare Flusslänge
Befahrbare Flusslänge zum Wasserwandern: von Dahmen bis Ende Kummerower See (Aalbude) 32km, dazu von Aalbude bis Anklam ca. 79km. Der dann folgende Peenestrom ist nur bedingt zum Kanuwandern geeignet, da sollte man durchaus Erfahrungen im Küstenpaddeln haben, wetterkundig sein und über die richtige Ausrüstung verfügen.
Strömung / Gefälle
Gefälle: 30cm auf 75km, das verursacht kaum meßbare Strömung, der Wind ist entscheidend: durch Windeinflüsse kann die Peene durchaus auch rückwärts fließen. Bei der Fahrtplanung sollte man daher die Windsituation beachten, um nicht zuviel Kraft sinnlos zu verschwenden. Das will heißen: bei anhaltendem Ostwind Start in Anklam, bei westlichen bzw. südwestlichen Winden startet man eher aus der Richtung Kummerower See.
Windanfälligkeit
Bisweilen windanfällig, vor allem der Kummerower See und vor Anklam. Auf dem Kummerower See ist es wegen der vorherrschenden Windrichtungen selten möglich, Windschutz vom Ufer zu erhalten. Möchte man dort paddeln, sollte man das Wetter im Auge behalten.
Uferbeschaffenheit und Umgebung
Ufer immer natürlich, oft sumpfig, moorig oder Bruchlandschaft, selten Kies/Lehm, selten Landwirtschaft, sehr wenig Orte direkt am Fluss. Das Peenetal bietet oft unerwartete Naturerlebnisse!
Wehre / Schleusen / Wasserhaltung
Es gibt keine Wehre oder Hindernisse außer der Fischsperre Dahmer Kanal, wo aber Umtragen möglich ist. Wenn man die Zeiten dort beachtet (siehe in der Gewässerbeschreibung), kann man einfach durchfahren.
Bootswagen
Ein Bootswagen ist nicht erforderlich (außer man will in Alt Plestlin einsetzen, dort etwa 200m vom Parkplatz).
WWR
Einen Wasserwanderrastplatz gibt es ca alle 20 Kilometer, gelegentlich dichter: in Malchin beim Kanuverein, in Verchen-Aalbude, in Trittelwitz (nur Trockenklo), in Demmin beim Segelclub und beim Kanuhaus, in Pensin, in Loitz, in Sophienhof, (nur Trockenklo), in Alt Plestlin, in Gützkow beim Kanuverein und bei der "Villa Eden" (Kanalzufahrt durch die Swinowmündung, die erste rechts), in Stolpe, in Menzlin sowie in Anklam.
Einkaufsmöglichkeiten
Einkaufsmöglichkeiten in Flussnähe gibt es in Malchin, (leider den Landmarkt in Verchen nicht mehr), in Demmin, in Loitz, in Sophienhof ("Dorfladen" von Ulrike Stein, dort auch Ferienwohnung 039998-31190) in Jarmen, in Gützkow und in Anklam)
Befahrungshäufigkeit
Wenig befahren außer zur Hochsaison bei gutem Wetter und an bekannten Feiertags-Wochenenden. Die übrige Zeit ist es an der Peene oft eher einsam, zwischen Demmin und Anklam fast immer.
Motorboote
Häufig bei sehr gutem Wetter in der Hochsaison an den Wochenenden (aber fast nur zwischen Demmin und Kummerower See); sonst wenig.
Befahrungsregelungen
Keine Befahrungsbeschränkungen für Paddler, jedoch bitte beachten: wir sind auf einer Bundeswasserstraße unterwegs, es gelten die einschlägigen Bestimmungen. Sie finden sie hier: Gesetzliche Bestimmungen für Wasserstraßen [PDF-Dokument]. Da das Peenetal auf fast der gesamten Länge Naturschutzgebiet ist, gelten erhebliche Einschränkungen für das Befahren der Altarme und das Betreten der Uferbereiche (99% sind gesperrt, so dass nur die Peene als Bundeswasserstrasse befahren werden darf). Erschöpfende Auskünfte hierzu erteilt die Infostation "Abenteuer Peenetal" in Verchen, wo auch umfangreiches schriftliches Infomaterial zur Verfügung steht. Wir hoffen, dass eines Tages die Website des neu gegründeten Naturparks die entsprechenden Informationen bereit hält, so dass dieser Link ergiebig sein wird.
Umgebungslärm
Wenig bis sehr wenig Umgebungslärm außer in Malchin, Demmin und Anklam mit stadtüblichem Geräuschpegel.
Schwierigkeitsgrad
Keine Schwierigkeiten außer gelegentlicher Motorbootswellen. Vorsicht bei Durchfahrung des Kummerower Sees bei Wind!
Nebenflüsse / Anschlußgewässer
Die Trebel hoch bis Tribsees (wenig Strömung) und mit etwa 5km Landtransport in die Recknitz bis zur Ostsee (Saaler Boden).
Die Tollense hoch bis Neubrandenburg oder gar dem Ende des Tollensesees (Alt Reese oder Wustrow) (mäßig bis teilweise erhebliche Strömung).
Die Swinow bis Gützkow (fast keine Strömung).
Den Peenekanal bis Neukalen (keine Strömung) oder weiter die Neukalener Peene bis Teterow (Umtragen, Hindernisse, Verkrautungen im Sommer, etwas Strömung).
Die Ostpeene bei Malchin bis ca. 4,5 km oberhalb von Malchin (danach eine Gewässersprerrung für weitere 5km). Weiter aufwärts ist mit erheblichen Hindernissen zu rechnen, es ist kaum möglich und bis zur Müritz kommt man ebenfalls nicht. Auch aus Gründen des Naturschutz sollte man solch eine Variante streichen. Wir paddeln diesen Abschnitt aus Naturschutzgründen nicht einmal abwärts.
Für Küstenwanderer den Peenestrom, das Achterwasser von Usedom, das Stettiner Haff mit der Möglichkeit, die Ücker hoch zu fahren oder in die Oder (stromauf nur Hohensaatener-Friedrichsthaler-Wasserstraße möglich wegen Oderströmung, Ostoder evtl. bis Schwedter Querfahrt möglich) und Nebenkanäle bis Berlin.
Durch den Peenestrom in den Greifswalder Bodden, den Strelasund und die Rügener und Saaler und Barther Boddengewässer.
Wer in die Jabelschen Seen und damit in die Mecklenburgische Seenplatte umsetzen möchte, hat einen 18 Kilometer langen Landtransport vor sich und muß 62 Meter Höhenunterschiede überwinden. Die Jabelschen Seen selbst (Flacher See, Tiefer See, Bergsee und Loppiner See) sind schlecht oder gar nicht mehr miteinander verbunden, da die Wasserspiegel allerorten vor ein paar Jahren abgesenkt wurden. Besonders schwierig ist es, den Bahndamm zwischen Flachem See und Tiefem See zu queren: es geht nicht (mehr) unterhalb, sondern nur oberhalb der Schienen mit etwa 2300Meter Umtragetrecke. Man müßte sich also in den Loppiner See bzw. Jabelschen See einsetzen lassen, Transport siehe "Kanushuttle" Anmerkung: die Befahrung des Bergsees ist seit vielen Jahren aus Naturschutzgründen ganzjährig verboten. Die Verbindung zwischen Jabelschem See und Loppiner See ist OK, wenn auch schmal.
Bahn & Bus
Einen Bahnhof finden wir in Malchin, in Teterow, in Demmin sowie in Anklam. Falls man die Tollense hinunterpaddelt: auch Altentreptow sowie Neubrandenburg sind mit der Bahn von Demmin aus sehr gut zu erreichen.