Übersicht - Kurzinfo Peene

Letzte Änderung: 11. August 2010

Geographische Lage

Die Peene speist sich hauptsächlich aus drei Zuflüssen: dem Ausfluss aus dem Malchiner See (südwestlich von Malchin), der Kleinen Peene (zwischen Teterow und Güstrow) sowie der Ostpeene (nördlich von Waren / Müritz). Sie mündet bei Anklam in den Peenestrom bzw ins Stettiner Haff. Schauen Sie bitte bei maps.google.de für den Überblick: Demmin

Befahrbare Flusslänge

Befahrbare Flusslänge zum Wasserwandern: von Dahmen bis Ende Kummerower See (Aalbude) 32km, dazu von Aalbude bis Anklam ca. 79km. Der dann folgende Peenestrom ist nur bedingt zum Kanuwandern geeignet, da sollte man Erfahrungen im Küstenpaddeln haben, wetterkundig sein und über die richtige Ausrüstung verfügen.

Strömung / Gefälle

Gefälle: 30cm auf 75km, das verursacht keine meßbare Strömung, aber durch Windeinflüsse kann die Peene durchaus auch rückwärts fließen. Bei Fahrtplanung sollte man daher die Windsituation beachten, um nicht zuviel Kraft sinnlos zu verschwenden. Das will heißen: bei anhaltendem Ostwind Start in Anklam, bei westlichen bzw. südwestlichen Winden startet man eher aus der Richtung Kummerower See.

Windanfälligkeit

Bisweilen windanfällig, vor allem der Kummerower See und vor Anklam. Auf dem Kummerower See ist es wegen der vorherrschenden Windrichtungen selten möglich, Windschutz vom Ufer zu erhalten.

Verkrautung

keine Verkrautung

Uferbeschaffenheit und Umgebung

Ufer immer natürlich, oft sumpfig, moorig oder Bruchlandschaft, selten Kies/Lehm, selten Landwirtschaft, sehr wenig Orte direkt am Fluss.

Wehre / Schleusen / Wasserhaltung

Keine Wehre oder Hindernisse außer Fischsperre Dahmer Kanal, umtragen möglich, besser Zeiten beachten.

Bootswagen

Ein Bootswagen ist nicht erforderlich (außer man will in Alt Plestlin einsetzen, dort etwa 200m vom Parkplatz).

WWR

Einen Wasserwanderrastplatz gibt es ca alle 20 Kilometer, gelegentlich dichter.

Einkaufsmöglichkeiten

Einkaufsmöglichkeiten in Flussnähe (Malchin, Verchen/Aalbude, Demmin, Loitz, Jarmen, Gützkow, Anklam)

Befahrungshäufigkeit

Wenig befahren außer zur Hochsaison bei gutem Wetter und an bekannten Feiertags-Wochenenden. Die übrige Zeit ist es an der Peene oft eher einsam!

Motorboote

Häufig bei sehr gutem Wetter in der Hochsaison; sonst wenig.

Befahrungsregelungen

Keine Befahrungsbeschränkungen für Paddler, jedoch bitte beachten: wir sind auf einer Bundeswasserstraße unterwegs, es gelten die einschlägigen Bestimmungen. Sie finden sie hier: Gesetzliche Bestimmungen für Wasserstraßen [PDF-Dokument].

Umgebungslärm

Wenig bis sehr wenig Umgebungslärm außer in Malchin, Demmin und Anklam stadtüblichen Geräuschpegel.

Schwierigkeitsgrad

Keine Schwierigkeiten außer gelegentlicher Motorbootswellen. Vorsicht bei Durchfahrung des Kummerower Sees bei Wind!

Nebenflüsse / Anschlußgewässer

Die Trebel hoch bis Tribsees (wenig Strömung) und mit etwa 5km Landtransport in die Recknitz bis zur Ostsee (Saaler Boden).

Die Tollense hoch bis Neubrandenburg oder gar dem Ende des Tollensesees (Alt Reese oder Wustrow) (mäßig bis teilweise erhebliche Strömung).

Die Swinow bis Gützkow (fast keine Strömung).

Den Peenekanal bis Neukalen (keine Strömung) oder weiter die Neukalener Peene bis Teterow (Umtragen, Hindernisse, Verkrautungen im Sommer, etwas Strömung).

Die Ostpeene bei Malchin bis ca. 4,5 km oberhalb von Malchin (danach eine Gewässersprerrung für weitere 5km). Weiter aufwärts ist mit erheblichen Hindernissen zu rechnen, es ist kaum möglich und bis zur Müritz kommt man ebenfalls nicht. Auch aus Gründen des Naturschutz sollte man solch eine Variante streichen. Wir paddeln diesen Abschnitt aus Naturschutzgründen nicht einmal abwärts.

Für Küstenwanderer den Peenestrom, das Achterwasser von Usedom, das Stettiner Haff mit der Möglichkeit, die Ücker hoch zu fahren oder in die Oder (stromauf nur Hohensaatener-Friedrichsthaler-Wasserstraße möglich wegen Oderströmung, Ostoder evtl. bis Schwedter Querfahrt möglich) und Nebenkanäle bis Berlin.

Durch den Peenestrom in den Greifswalder Bodden, den Strelasund und die Rügener und Saaler und Barther Boddengewässer.

Wer in die Jabelschen Seen und damit in die Mecklenburgische Seenplatte umsetzen möchte, hat einen 18 Kilometer langen Landtransport vor sich und muß 62 Meter Höhenunterschiede überwinden. Die Jabelschen Seen selbst (Flacher See, Tiefer See, Bergsee und Loppiner See) sind schlecht oder gar nicht mehr miteinander verbunden, da die Wasserspiegel allerorten vor ein paar Jahren abgesenkt wurden. Besonders schwierig ist es, den Bahndamm zwischen Flachem See und Tiefem See zu queren: es geht nicht (mehr) unterhalb, sondern nur oberhalb der Schienen mit etwa 2300Meter Umtragetrecke.  Man müßte sich also in den Loppiner See bzw. Jabelschen See einsetzen lassen, Transport siehe "Kanushuttle" Anmerkung: die Befahrung des Bergsees ist seit vielen Jahren aus Naturschutzgründen ganzjährig verboten. Die Verbindung zwischen Jabelschem See und Loppiner See ist OK, wenn auch schmal.

Ämter, Behörden und Verbände

STAUN
Staatliches Amt für Umwelt- und Naturschutz Neubrandenburg
tel. 0395-77870

Staatliches Amt für Umwelt und Natur Stralsund
Badenstraße 18
D- 18439 Stralsund
Telefon (0 38 31) 6 96-0

Bahn & Bus

Einen Bahnhof finden wir in Malchin, in Teterow, in Demmin sowie in Anklam. Falls man die Tollense hinunterpaddelt: auch Altentreptow sowie Neubrandenburg sind mit der Bahn von Demmin aus sehr gut zu erreichen.

Zuflüsse