Übersicht - Kurzinfo Trave

Letzte Änderung: 15. November 2013

Geographische Lage

Die Trave entspringt etwa 25km nördlich von Lübeck in Ostholstein und beschreibt einen großen Bogen nach Westen, bevor sie nach weit über 70 Kilometern wirklich in Lübeck und damit fast an ihrer Mündung ankommt. Dabei streift sie die Stadt Bad Segeberg und fließt direkt durch Bad Oldesloe.

Städte & Gemeinden

Ihre Kanureise auf der Trave führt Sie an folgenden Orten und Städten vorbei:

Krems II · Groß Rönnau · Bad Segeberg · Högersdorf · Schwissel · Klein Gladebrügge · Dreggers · Travenbrück · Oldesloe · Reinfeld  · Klein Wesenberg · Hamberge · Hansestadt Lübeck

Befahrbare Flusslänge

Die Trave ist von Warderbrück / Krems II bis zur Kanaltrave (Zusammenfluß mit dem Elbe-Lübeck-Kanal) bei Lübeck über 61 Kilometer paddelbar, danach noch gut 22 Kilometer bis zur Mündung der Untertrave in die Ostsee.

Schwierigkeitsgrad

Bis kurz vor Bad Oldesloe stellenweise anspruchsvoll zu paddeln, bisweilen etwas wild. Ab Donnerbrücke Nütschau für Anfänger und Gruppen geeignet. Im Oberlauf bis Nütschau gibt es viele steinige Abschnitte sowie Behinderungen durch Sandbänke und der Wasserpflanze "Flutender Hahnenfuß". Die Behinderungen haben in den vergangenen Jahren zugenommen (Stand September 2013).  Das ist zum größten Teil durch Uferabbrüche verursacht worden.

Strömung / Gefälle

Von Warderbrück bis Bad Oldesloe durchweg flotte Strömung von 2-3km/h, bisweilen aber Gefällestrecken mit erheblich mehr Strömung. Unterhalb Bad Oldesloe wenig Strömung, deutlich weiter abnehmend ab Wesenberg (hier erheblich tiefer).

Wehre / Schleusen / Wasserhaltung

Es sind Staustufen in Herrenmühle bei Schwissel, Kupfermühle Zettler, bei Dreggers sowie eine Fischtreppe unterhalb Zettler zu umtragen, ferner zwei Staustufen in Bad Oldesloe.

Da es auf den Abschnitten des Oberlaufs der Trave, also von Warderbrück bis Bad Oldesloe, viele Sandbänke und Steine gibt, sollte man sie nur dann befahren, wenn die Pegel an den Einsetzstellen "grün" zeigen. Den Abschnitt Herrenmühle bis Donnerbrücke (Nütschau) sollte man nicht paddeln, wenn der Pegel in Herrenmühle nicht mindestens 30 cm im grünen Bereich ist. In den vergangenen Jahren (vor 2013) hat die Zahl der Steine zugenommen, und es gibt erheblich mehr Sandbänke, beides hervorgerufen zur Hauptsache durch Uferabbrüche. 

Uferbeschaffenheit und Umgebung

Die Ufer sind zunächst durchweg natürlich, Wiesen, Sumpfwald und Gehölzufer wechseln sich ab. Ab Bad Oldesloe befestigte Uferböschung, teils Steine, teils Pfähle und ab Wesenberg massiven Holzverbau (leider mit hervorstehenden Schrauben). Meist ist alles gut eingewachsen, kaum störend.

Windanfälligkeit

Im Travetal unterhalb von Bad Segeberg bis zum Kloster Nütschau ist abschnittsweise bei stärkerem Wind mit entsprechenden Herausforderungen zu rechnen. 

Bootswagen

Für das Umfahren verschiedener Wehre ist ein Bootswagen erforderlich: Herrenmühle, Mühle Zettler, Bad Oldesloe Innenstadt, Bad Oldesloe Sohlgleite. Außerdem, falls in Lübeck in die Wakenitz umgesetzt werden soll.

Befahrungshäufigkeit

Von Warderbrück bis Nütschau wenig befahren, ab Bad Oldesloe Finanzamt teilweise sehr häufig.

Nebenflüsse / Anschlußgewässer

  • Die Elbe über den Elbe-Lübeck-Kanal.
  • Die Wakenitz über Ratzeburger See und Küchensee sowie Schaalseekanal mit Salemer See und Piepersee bis hinauf zum Schaalsee.
  • Die Untertrave durch Lübeck bis hinein zur Ostsee über Breitling, Schlutuper Wiek, Großen Holzwiek und Pötenitzer Wiek (der Dassower See ist leider nur für Anlieger zu befahren, Stepenitz und Maurine gesperrt).

Umgebungslärm

Etwas bei Ortsdurchfahrt Bad Segeberg, etwas nahe der Hamburger Chaussee und dortigen A21, nahe Bad Oldesloe, vor Reinfeld bis hinter die A1-Brücke, vor Hamberge sowie die A20-Brücke. Ab Lübeck stadtübliches Gegrummel.

Einkaufsmöglichkeiten

Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Klein Rönnau, Bad Segeberg, Bad Oldesloe, Hansestadt Lübeck.

Befahrungsregelungen

Es gilt das "Regelbuch Trave" (googeln...). Im Oberlauf bis Bad Oldesloe soll man nur dann einsetzen, wenn der Pegel an der ausgewählten Einsetzstelle "grün" zeigt. 

Daneben sollte man dringend beachten: Da es auf den Abschnitten des Oberlaufs der Trave, also von Warderbrück bis Bad Oldesloe, viele Sandbänke und Steine gibt, sollte man sie auch aus Eigeninteresse nur dann befahren, wenn die Pegel an den Einsetzstellen "grün" zeigen. Den Abschnitt Herrenmühle bis Donnerbrücke (Nütschau) sollte man nicht paddeln, wenn der Pegel in Herrenmühle nicht mindestens 30 cm im grünen Bereich ist. In den vergangenen Jahren (vor 2013) hat die Zahl der Steine zugenommen, und es gibt erheblich mehr Sandbänke, beides hervorgerufen zur Hauptsache durch Uferabbrüche. 

Für die  (hier ansonsten nicht beschriebene) Untertrave gilt: Das Dummersdorfer Ufer, km41,7 - km47,0 ist ganzjährig gesperrt.

Naturschutzgebiet Südliches Priwallufer km44.0 - km49,0 ganzjähriges Uferbetretungsverbot. Anlanden an der Südspitze des südlichen Priwalls möglich.

Der Dassower See ist ganzjährig gesperrt.

(Quelle: Landeskanuverband Schleswig - Holstein, Stand: April 2007)

Für Motorboote erst ab Klein Wesenberg erlaubt.

Der Oberlauf bis Bad Oldesloe : nicht erlaubt sind Ruderboote, Schlauchboote und Flöße (Quelle: Schilder, die an den Einsetzstellen aufgestellt sind, im April 2007)

Motorboote

Ab Klein Wesenberg ist Motorbootsverkehr möglich, aber unbedeutend und wenn ja, ruhiger Verkehr.

Verkrautung

Verkrautung in der gesamten Trave möglich, sie wird im Spätsommer (meist Anfang August) entfernt (Krautbalken teilweise nicht umtragbar). Krautbalken sind möglich in: Herrenmühle, Bad Oldesloe, Klein Wesenberg, Hamberge - Reecke, an der A20 - Brücke. Im oberen Trave-Abschnitt wächst oft dichter Bestand des "Flutenden Hanhnefuß". 

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Strommeisterei Hamberge, die zwischen Bad Segeberg und Lübeck (Einmündung in den Elbe-Lübeck-Kanal) zuständig ist. Tel.: 0451/89135714