Gewässerbeschreibung der Stör
Letzte Änderung: 26. Mai 2008
Mit dem Kanu auf der Stör
Ab Neumünster ist die Stör zunächst eine steinige Strecke, der Fluß hat hier oft wenig Wasser. Mit dem Kanu setzt man daher am besten erst ab Arpsdorf ein.
Arpsdorf bis Willenscharen
Wir setzen in Arpsdorf gemütlich an einem Holztreppensteg ein, unser Fahrzeug muß etwa 80 Meter entfernt am Wald parken. Weil sich direkt an der Einsetzstelle eine Sohlgleite aus solidem Granit befindet und der beste Weg die Mitte ist, paddeln wir erst einmal ein paar Meter aufwärts, damit wir nicht quer über die Steine fahren. (Könner schaffen es natürlich, vom Anleger aus die Mitte anzusteuern...) Die folgende 6 Kilometer lange Strecke ist durch deutliches Gefälle und entsprechende Strömung gekennzeichnet, die etwa 3 bis 4 km/h beträgt. Einige Steinwurf-Sohlgleiten und alte Wehrkanten aus Beton bilden Schwälle, zum Teil sind sie bis fast 50 Zentimeter hoch. Die meisten paddelt man am besten etwas außer der Mitte. Wir fahren mit unserem Kanu durch typische Wiesen, natürliche Nebenflächen wie Auen oder Sümpfe gibt es hier nicht. Etwas entfernt vom Ufer liegen kleine Mischwälder auf Sandboden. Bis Willenscharen hat die Stör etwa eine Breite von 6 bis 7 Meter, ab dort wird sie deutlich breiter. Hinter der Straßenbrücke Willenscharen - Wallberg gibt es rechts einen neuen treppenartigen Anleger aus bestem Hartholz, wir haben hier eine sehr gute Einsetzstelle bzw. einen schönen Pausenplatz. Auch an eine Tisch-Bank Kombination wurde gedacht. Parken ist hier ebenfalls möglich, eine Wallanlage aus dem Mitelalter kann hier besichtigt werden.
Willenscharen bis Rosdorf
Allmählich läßt die Strömung etwas nach, die Schwälle werden niedriger. Von links tritt das Wasser der Brokstedter Au hinzu, an der Landschaft hat sich nichts geändert. Kurz hintereinander erscheinen die beiden Brücken von Fitzbek, an der zweiten ist auch eine neue Einsetzstelle mit Bänken eingerichtet worden. Parken zum Einsetzen ist gut möglich. Die folgende Stör ist auf einer Länge von mehr als einem Kilometer extrem gerade. Links an einem Wäldchen erscheint ein schöner Pausenplatz, kurze Zeit später, etwa auf Höhe Störkathen, paddeln wir durch ein ehemaliges Wehr. Erst kurz vor Rosdorf wird die Umgebung etwas hügelig, und die Stör ist ein wenig breiter, etwa 12 Meter. In Rosdorf können wir den schönen treppenartigen Holzanleger zum Pausieren oder Aussetzen nutzen. Die Anlieger baden hier in der warmen Jahreszeit. Einige Parkplätze sind vorhanden, falls man hier einsetzen möchte. Wir sind jetzt 13,5 Kilometer unterwegs seit Arpsdorf, für einen Nachmittagsausflug eigentlich schon genug.
Rosdorf bis Kellinghusen
Bis wir im Hafen von Kellinghusen anlegen können, paddeln wir unser
Kanu weitere 5 Kilometer, zunächst durch Wiesen, dicht an einem Wald und dann
bald an den ersten Stadthäusern von Kellinghusen vorbei. Die Ufer sind
hier natürlicher, ab und zu steht auch schon einmal ein Gehölz am Ufer.
Rechts haben wir den Rensinger See abseits der Stör liegen lassen, er
hat keine Verbindung zum Fluss. Kurz davor quert eine Holzbrücke die
Stör. Hier können wir einen 2007 neu erbauten Anlegesteg nutzen, um für
eine Pause auszusteigen, zum Einsetzen für einen Tourenstart sind wir
jedoch zu weit von der Straße und einer Haltemöglichkeit entfernt.
Ab Pegel Rensing sind wir auf einer Bundeswasserstraße unterwegs, aber
davon bemerkt man konkret nichts: das Wasser ist bei Ebbe nur knietief,
und die Stör ist nur etwa 12 Meter schmal. Ab hier unterliegt die Stör der
Tide, der Tidenhub steigt bis zur Mündung kontinuierlich an und
erreicht dort bis zu 2,5 Meter.
Nach einigen Privatgrundstücken rechts und links mit teilweise sehr phantasievollen Uferbefestigungen paddeln wir unter der Straßen-Eisenbahnbrücke hindurch, danach sehen wir bald die alten Speicher und die Gebäude des WSV Kellinghusen und der kleinen Werft. Hier am Schwimmsteg ist eine gute Einsetzstelle mit Parkmöglichkeit. Auch Supermärkte sind sehr nahe. Als romantischer Pausenplatz empfiehlt sich der Hafen aber nicht gerade. Die Wassertiefe beträgt bei niedriger Tide an vielen Stellen mal eben 50 Zentimeter. Auch bei mittlerer Tide sollten nicht mehr als 1,50 Meter zusammenkommen, also ist der Schiffsverkehr wohl schon lange Geschichte. Die nächste Brücke, die die Umgehungssstraße von Kellinghusen über die Stör bereitstellt, ist denn auch so niedrig, daß bei höherer Tide kaum eine Lastschute den Hafen noch besuchen kann. Yachten kommen ebenfalls nicht bis Kellinghusen hoch auf der Stör.
Kellinghusen bis Wittenbergen
Ab der letzten Brücke von Kellinghusen paddeln wir auf einer eingedeichten Stör. Die Ufer sind teilweise natürlich, es kommen die ersten Sandbänke vor. Abseits der Stör gibt es interessante Feuchtgebiete, die jedoch vom Fluss aus nicht zu sehen sind. Von jetzt an sind wir eventuellem Wind ziemlich schutzlos ausgesetzt, das sei bei allen Planungen zu berücksichtigen. Die nahe Westküste macht sich bemerkbar. Kurz bevor wir den Hafen von Wittenbergen anlaufen und unter der Straßenbrücke Grönhude hindurchpaddeln, münden von links erst die Bramau und dann die Hörner Au in die Stör. Wir fahren in den Hafen, wo wir an einem neu erbauten treppenartigen Anlegesteg unsere Paddeltour beenden können. Parkmöglichkeiten gibt es hier auch, so daß sich Wittenbergen gut als Start eignet. In der Nähe befindet sich die Kanuvermietung Horns.
Wittenbergen bis Breitenberg
Die nun folgenden 12,6 Kilometer bis Breitenberg (sowie den gesamten Rest) sollte man wirklich mit dem Ebbstrom paddeln. Die Umgebung hat nur noch eine Höhe von etwa 2 Meter über Normalnull. Es empfiehlt sich dringend, nicht nur auf den Tidenkalender, sondern auch auf die Windvorhersage zu achten. Wir sind in Nordsee-Nähe, so daß ungebremste westliche Winde das Vorwärtskommen trotzt Ebbstrom sehr beschwerlich machen können. Bei schönem Wetter ist es jedoch richtig nett und auch sehr still. Das gilt übrigens für die gesamte Stör. In Breitenberg können wir an einem Schwimmsteg bequem anlegen, unsere Boote den Deich hochtragen und erreichen nach etwa 100 Meter Deich und noch einigen Metern einen Platz neben dem Sportplatz, auf dem wir unsere Nacht verbringen können. Allerdings sollten wir uns vorher rechtzeitig telefonisch bei Herrn Lütje Lützen anmelden, 04822-70146. Das Sanitärhaus ist in der Nähe. Die Übernachtung ist auf 5 Zelte begrenzt. Die Telefonnummer des Bürgermeisters Herrn Rainer Meyer ist 04822-7137, falls sonst noch etwas zu klären ist. Zum Einsetzen eignet sich diese Stelle ebenfalls, Parkraum ist vorhanden. Eine Gastwirtschaft in der Nähe lädt zum Essen gehen ein. (Breitenberger Krog, auch Zimmervermietung)
Breitenberg bis Breitenburger Fähre
Zwischen den Deichen paddeln wir weiter, von rechts mündet die Große Au ein, links lassen wir den Ort Westermoor liegen. Nach ein paar Kilometern erreichen wir eine Straßenbrücke, hier liegt "Breitenburger Fähre", wo es noch ein Gasthaus und einen Anglerhafen gibt. Bei Hochwasser können wir links anlegen, um uns kulinarisch verwöhnen zu lassen. Wir sehen rechts Itzehoe und links Breitenburg und Münsterdorf auf Anhöhen liegen. Die Stör macht nun, nachdem sie einigermaßen gerade zwischen Breitenberg und Breitenburg verlief, ein paar recht scharfe Kurven. Vor Münsterdorf liegt links der Münsterdorfer Sporthafen, dort zweigt mittels einer Schleuse der Breitenburger Kanal ab, der durch Wald, Wiesen und Mooren gezogen wurde, um das Zementwerk an die Stör anschließen zu können (siehe Extratext unten). Er ist mit der Hörner Au verbunden, die wir schon bei Wittenbergen haben in die Stör fließen sehen, fast direkt neben der Bramaumündung.
Itzehoer Kanu - Club
Bei Wasserstraßen-Kilometer 22,7 liegt rechts das Bootshaus des Itzehoer Kanuclubs, dort könnten wir nach Anmeldung tel. 04821-952020 unsere Zelte aufbauen. Die Innenstadt ist nahe, dort können wir uns gut versorgen. Auszug aus der Homepage des Kanu - Clubs:" Neben einem Bootslager mit einer Kapazität von 120 Booten steht allen Mitgliedern ein gemütlicher Clubraum, ein Tischtennisraum sowie sanitäre Anlagen zur Verfügung. Eine große überdachte Veranda lädt bei jedem Wetter zum gemeinsamen Klönen und Grillen ein. Für unsere Campinggäste steht eine gepflegte Wiese für Wohnwagen oder Zelte bereit. Jugendgruppen können auch unseren ausgebauten Boden (30+X Personen) zur Übernachtung nutzen. Sämtliche Versorgungseinrichtungen (Bäcker, Supermärkte, Gaststätten, Innenstadt) sind zu Fuß erreichbar. Der Itzehoer Bahnhof / ZOB ist ca. 20 Minuten entfernt." (http://www.itzehoer-kanu-club.de/) Der Kanuclub ist auch als Einsetzstelle mit Parkmöglichkeit zu empfehlen, bitte auch anmelden. An grünen Ufern geht es am nächsten Morgen weiter, städtisch wird es erst dann, wenn der Hafen erreicht ist.
Itzehoer Wasserwanderer
Bei Wasserstraßen-Kilometer 25 am Ende des Hafens steht das Bootshaus der Itzehoer Wasserwanderer, auch hier können wir zelten. Wie immer melden wir uns telefonisch an. Hier ein paar Daten: Itzehoer Wasser-Wanderer e.V. Dorfstraße 56, 25524 Itzehoe, Tel.: 04821-75373, mail: info@itzehoer-wasser-wanderer.de http://www.itzehoer-wasser-wanderer.de/ Koordinaten N 53° 55' 32" E 9° 29' 59", Kanustation des Deutschen Kanu-Verbandes e.V. Auf der Homepage der Itzehoer Wasserwanderer steht eine sehr eindrucksvolle Bilderserie "Stör aus der Luft" bereit.
Bekmünde, Kasenort
Wir verlassen Itzehoe, unterqueren bald die Brücke Heiligenstedten, bei Bedarf ist rechts eine Anlegemöglichkeit. Kurz darauf, bei Wasserstraßen-Kilometer 30, erreichen wir Bekmünde, hier trifft die Bekau auf die Stör. Auch hier ist wieder ein guter Pausenplatz. Wollte man die Bekau paddeln, müßte man umtragen. Das unterfahren der Wehrtore soll bei Niedrigwasser möglich sein... Nach 3,5 weiteren Kilometern kommt die Schleuse Kasenort in Sicht, hier können wir ebenfalls pausieren oder auch in die Wilsterau umsetzen. Laut DKV-Wanderbuch ist die Schleuse von 1 Stunde vor Niedrigwasser bis Niedrigwasser geöffnet. Die gesamte Schleusen- und Sportboothafenanlage strömt ein recht antikes Flair aus, sehr einladend für einen kurzen Aufenthalt zur Pause. Die nahe Gastwirtschaft ist leider geschlossen. Ein lohnender Abstecher wäre der nach Wilster, man müßte ca. 2,5 Kilometer paddeln, um diese schöne Stadt erleben zu können. Bis zum Nord-Ostsee-Kanal etwa 18,5 Kilometer. Man paddelt hier unterhalb des Meeresspiegels.
Beidenfleth und Wewelsfleth
Nach 6,5 Kilometern paddeln wir auf Beidenfleth zu, zu erkennen an dem großen Speicher. Dahinter quert der Neubau der Seilfähre "Else" die Stör. Vorsicht beim Betrieb wegen des gespannten Seils! Direkt an der Fähre liegt das "Restaurant Frauen" ( natürlich auch für Männer). Bis Wewelsfleth sind wir noch weitere 8 Kilometer unterwegs, vorher mündet von links die Kremper Au ein, die wir bis Borsfleth ohne Wehr oder Siel aufwärts paddeln dürfen. Gut 8 Kilometer hinter Beidenfleth liegt in einer der letzten Kurven der Stör Wewelsfleth. Eine Werft kümmert sich um richtige Seeschiffe, ein netter Sportbooothafen verbreitet dänisches Flair. Der gesamte Ort scheint ein Cafe zu sein. Einkaufsmöglichkeiten, eine Post sowie einen EC-Automaten finden wir hier ebenfalls vor. Anlanden können wir an der ehemaligen Fähre, zu erkennen am Kranmast direkt am Ende des Hafens.
Stör-Sperrwerk und Elbe
Hinter der letzten Kurve erscheint links der Sportboothafen an der Störmündung. Er liegt im alten Flusslauf, der beim Bau des Sperrwerks durch einen neuen ersetzt wurde. Auf der Südostseite liegen die Orte Ivenfleth und Borsfleth. Das Störsperrwerk selbst wurde 1975 fertig gestellt, und damit war das Leiden zuende, das immer wiederkehrende Sturmfluten der Wilstermarsch bescherten. Seitdem wird immer dann, wenn eine Sturmflutkonstellation herrscht, die Stör gegen das Hochwasser der Elbe (und damit der Nordsee) abgetrennt. Ansonsten bleiben die Tore immer offen, man kann bei Bedarf hindurch paddeln. Keine 500 Meter dahinter fließt gleich die Elbe, hier sind ausgedehnte Touren möglich, wenn man über eine geeignete Ausrüstung und Küstenerfahrung verfügt. Jeder sollte jedoch bedenken, daß es hier neben Wellengang, Schiffsverkehr, Strömung und Wind (bis Sturm...) nicht selten extrem plötzlich auftretenden Nebel gibt. Die Itzehoer Kanuten paddeln bisweilen zur Insel Pagensand (südöstlich von Glückstadt, zwischen den Mündungen der Krückau von Elmshorn und Pinnau von Pinneberg), wo man sogar im Naturschutzgebiet im Rahmen einer Dauerausnahmegenehmigung eine Nacht zelten darf. Vom Sperrwerk aus sind noch etwa 17 Kilometer bis zum Pagensand zu paddeln. Wer in Sperrwerknähe bequem in Zimmern übernachten oder einfach ein Bier oder einen Kaffee trinken möchte, dem sei das folgende Lokal empfohlen: Ausflugslokal "Zum Störsperrwerk" Inhaber Klaus Kühl, Ivenfleth 6, 25376 Borsfleth Telefon 04124 - 89 14 1.
Extratext Breitenburger Kanal
Nach dem Tode des Grafen Friedrich zu Rantzau war sein einziger Sohn Kuno noch nicht großjährig. Er erhielt 1871 für sechs Jahre seinen älteren Vetter Graf Konrad zu Holstein auf Waterneverstorff als Vormund. In dieser Zeit war Graf Kuno zu Rantzau Soldat in Potsdam. Graf Konrad zu Holstein nahm auf Schloss Breitenburg mehrere sehr wichtige wirtschaftliche Veränderungen vor. Zu seiner Zeit wurde der Weg von Breitenburg über die Fähre nach Itzehoe befestigt sowie umfangreiche Reparaturarbeiten durchgeführt. Als das bedeutendste Werk muss aber die Anlegung des Breitenburger Kanals in den Jahren 1872 bis 1877 angesehen werden. Über dieses Werk wurden viele Briefe geschrieben, so dass man den Baufortschritt genau verfolgen kann. Der Kanal verbindet Lägerdorf mit der Stör. Er beginnt bei der Breitenburger Portland Cement Fabrik und endet bei der Münsterdorfer Schleuse. Teilweise benutzte man beim Kanalbau von der Schleuse, seinerzeit Wellenschleuse (Gut Wellen) genannt, bis zur Brücke im Moor den Moorkanal, der der Entwässerung der Hörnerniederung diente und auch von den flachgelegenen Torfbooten befahren werden konnte. Er wurde auf 10 m verbreitert und auf 3 m vertieft, die Zufahrt zur Fabrik neu geschaffen. Seit dem 19. März 1877 war der Kanal bis zur Brücke, ab 24. Juli 1878 war der ganze Kanal befahrbar. Außerdem wurde bis zum 15. Oktober desselben Jahres ein Stichkanal zur Englischen Fabrik fertig, der seit Jahren jedoch zugeschüttet ist. Die Baukosten des Kanals betrugen 200.000,-- Mark. Wie notwendig er war, sieht man aus den Schiffszahlen. Allein bis zur völligen Fertigstellung hatten ihn schon 570 Schiffe passiert. Offiziell heißt der Kanal "Breitenburger Schiffahrtkanal". 1901 wurde an Stelle der im Stördeich gelegenen alten Holzschleuse eine massive Schleuse erbaut. Um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, ließ Otto Graf zu Rantzau 1961 die Schleusenanlagen erweitern und modernisieren und die Kanalbrücken erhöhen. Um 1908 benutzten etwa 3.000 Schiffe jährlich den Kanal. Die ersten hier verkehrenden Schiffe waren aus Holz gebaut und hatten eine Tragfähigkeit von etwa 25 Tonnen. Um 1890 waren es meist Segler mit 50 Tonnen Tragfähigkeit, von 1900 an sah man die ersten Schuten und Ewer, die nach dem 1. Weltkrieg vielfach verlängert wurden, so dass sie etwa 80 Tonnen trugen. Im Kanal wurden die Schiffe zunächst durch Menschen, später durch Pferdekraft getreidelt. Von 1927 an gab es die ersten Motorschiffe. Einen besonderen Schiffstyp entwickelte im Jahr 1890 G. Junge auf seiner Werft in Wewelsfleth und baute davon mehrere Exemplare. Da diese Ewer den Lägerdorfer Kanal befahren sollten, durften sie die vom Grafen Rantzau bestimmten Höchstmaße nicht überschreiten. Sie wurden den angegebenen Maßen entsprechend gebaut und "Lägerdorfer Ewer" genannt. Nach dem letzten Erweiterungsbau der Schleuse und des Kanals wurde er für Schiffe bis 180 Tonnen freigegeben. So konnten auf dem 6 km langen Kanal im Jahre 1966 125.463 t Zement und 74.807 t Material befördert werden. Nachdem zuletzt nur noch Tanker den Kanal befuhren, wurde die Kanalschifffahrt 1974 eingestellt. Quelle: http://www.region-iz.de/verkehr.html Stand: 25.06.2006.