Gewässerbeschreibung Trebel

Letzte Änderung: 7. Oktober 2014

Kanufahren auf der Trebel nach oben

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Die Trebel entspringt östlich Grimmen in Mecklenburg-Vorpommern und ist ab Kirchbaggendorf mit dem Kanu befahrbar, im Frühjahr/Frühsommer bzw. wenn gekrautet ist, sonst immer ab Tribsees. Sie windet sich in unglaublich engen Mäandern am Wald hinter Zarrentin vorbei bis hinter Siemersdorf (Straßenbrücke Siemersdorf - Rekentin). Hier kann man sehr provisorisch auch sein Kanu einsetzen, auch pausieren. Von hier schlängelt sich die Trebel noch 3 Kilometer durch Wiesen, bevor sie durch Zufluß der Blinden Trebel breiter wird. Ab Einmündung der Blinden Trebel wurde der Fluß etwas begradigt und fließt langsam bis Tribsees durch die Wiesen. Am Wald hinter Zarrentin muß gelegentlich mit durch Biber umgenagten Bäumen gerechnet werden.

Tribsees nach oben

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In Tribsees trifft man links auf den Wasserwanderrastplatz (mit Sanitär und Badestelle, kleine Kanuvermietung). Die nächsten Supermärkte sind nah, so daß man sich bevorraten kann. Nutzt man Tribsees als Einsetzstelle für den Start einer Paddeltour, kann das Auto am Stadttor geparkt werden, in der Nähe des Wasserwanderrastplatzes. Lesen Sie mehr über die alten Gemäuer von Tribsees im Stadtporträt.

Langsdorf nach oben

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Man paddelt vom Wasserwanderrastplatz Tribsees aus bald unter der Straßenbrücke durch ein Wehr, daß jetzt nach der Renaturierung der Alten Trebel und der damit verbundenen Wasserstandsanhebung im Trebelmoor / Trebeltal immer passierbar ist. Wir paddeln unter der neuen A 20 Brücke hindurch, es erscheint das Wehr Langsdorf. Sehr bequem kann man hier sein Kanu umtragen oder die Stelle als Einsatzort nutzen (wenig Parkraum, daher besser unter Autobahnbrücke parken). Bei wenig Wasseranfall ist es auch möglich, das Kanu überzuheben, da man einen relativ festen Stand im Wasser hat. 100 Meter vor dem Wehr könnte man rechts in einem sehr schmalen Graben unter einer Holzbrücke hindurch in die Alte Trebel paddeln; oft schmal und teilweise unglaublich zugewachsen mit Schwimmpflanzen fließt sie jetzt wieder bis Bassendorf! Hier sieht man schon mal einen leibhaftigen Kranich am Ufer spazieren, Rotmilane lieben diese Moorlandschaft besonders.

Wer zur Recknitz übersetzen möchte, findet hier den richtigen Ausgangspunkt, sowohl für evtl. Kanushuttle als auch für Landtransport. Es sind etwas weniger als  7km, man muß jedoch leider die ersten 2 km  direkt auf  der Straße schieben, da es nicht die gesamte Strecke einen  Fahrradweg bzw. Nebenweg gibt. (Die in verschiedenen Publikationen angegebenen 5km sind nicht korrekt).

Trebelkanal nach oben

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Ab Langsdorf paddeln wir im Trebelkanal, der zwar recht gerade ist, aber sehr urig wirkt und eine natürliche Umgebung hat. Hier leben Seeadler, Fischadler, Schreiadler und Pirol sowie Eisvögel, Biber und Fischotter. Mit etwas Glück, Ausdauer und Ruhe überraschen sie den Paddler. Ein Seeadlerpärchen horstet sogar direkt am Fluss auf einer alten Kiefer. Bei Kilometer 27 könnte man in die Alte Trebel übersetzen, es sind nur 30 Meter bis zu einem Seitenarm des renaturierten Flusses, der jedoch wegen Verkrautung nicht das ganze Jahr über zu befahren ist und einige Ansprüche an unseren Orientierungssinn stellt. Abschnittsweise könnte man sie auch als "Schilfwüste" bezeichnen, allerdings eine sehr interessante. Die Trebel als Trebelkanal hat ab Langsdorf fast keine Strömung mehr, was sich bis zur Mündung kaum ändert.

Bassendorf nach oben

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An manchen Stellen können wir am Ufer rasten, in Bassendorf (km 23 vor Demmin) zur Not sogar zelten (Bollwerk). Hier fließen die Alte Trebel und der Trebelkanal sowie die Warbel zusammen, eine sehr interessante Stelle mit Biberburg in der Nähe. Im Sommer kann man, wenn man leise ist, die Jungen in der Burg fiepen hören! Die Warbel ist im Frühjahr bis Gnoien paddelbar (umsetzen beim Wehr in Wasdow). Sie ist ein reizvoller Kleinfluss mit streckenweiser enormer Strömung. Einsetzen ist in Wasdow gut, aber in Gnoien nur schlecht möglich. Die Wasserstände sind in Gnoien sommers nicht besonders gut.

Nehringen nach oben

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Von Bassendorf bis Nehringen paddeln wir unser Kanu noch 5 Kilometer, von denen wir etwa 4 Kilometer durch das Naturschutzgebiet Mittleres Trebeltal paddeln. Bald sehen wir das Wahrzeichen von Nehringen, die Holzklappbrücke. Diese wurde 1911 erbaut und ist voll funktionsfähig.

Es folgt der kleine "Hafen", hier können wir gut ein- und aussetzen, parken und sind 200 Meter weiter (mit dem Bootswagen) im Ort Nehringen beim Wasserwanderrastplatz und dem Jugendgästehaus "Graureiher", einem kleinen aber sehr gepflegten Schullandheim / Gruppenhaus. Hier kann man zelten, in Blockhäusern auf dem Holzfußboden übernachten oder die Nacht in einem bequemen Bett im "Graureiher" verbringen. Auch für das Frühstück ist dann gesorgt.

Will man seine Paddeltour von Tribsees aus bis Demmin paddeln, müßte man hier unbedingt übernachten, da es danach keine offizielle Möglichkeit mehr gibt und die halbwegs trockenen Stellen am Ufer sehr rar sind. 

Es empfiehlt sich, in Nehringen eine weitere Nacht zu verbringen und von hier aus die umliegenden Biotope zu erkunden. Besonders zur Vogelzugzeit ist hier eine große Schar an Kranichen, Bläss- und Nonnengänsen sowie Krickenten und Große Brachvögel anzutreffen. Für die Vögel stehen riesige Flachwassergebiete zur Verfügung, und es ist ein ergreifendes Erlebnis, den Kranichen beim morgenlichen Start zu ihren Futterplätzen zuzuschauen.

Trebel und Nebengewässer nach oben

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Ab hier fließt die Trebel weniger durch Bruchlandschaft als durch Sümpfe, Wiesen und Moore, weshalb es schon mal etwas windig werden kann. Abseits liegen oftmals verwilderte Torfstiche und sehr viele Entwässerungsgräben, man ist hier in absoluter Wildnis und in einem Paradies für Fischadler, Otter und Biber. Kraniche nutzen diese Naturlandschaft nicht nur auf dem Durchzug, sondern ein Teil brütet hier auch auf den Moorinseln. 

An den Trebelufern sehen wir meistens Schilf. Wenn wir sehr aufmerksam sind, können wir hier Bartmeisen beobachten, die das Reet als Wohn - und Nahrungsmöglichkeit schätzen. Sie sind regelmäßig in Trupps unterwegs. Auch Beutelmeisen sind hier zuhause, an manchen Stellen kann man ihr kunstvoll gewebtes Nest an Zweigen über dem Wasser herab hängen sehen. Auf kahlen Ästen oder Pfählen sind dann und wann die Neuntöter zu beobachten.

Roter Brückengraben nach oben

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Den Roten Brückengraben nahe Nehringen kann man einige Kilometer aufwärts paddeln, es ist sehr einsam dort in den Wiesen und am Waldrand, wo auch Eisvögel, Biber und Rothirsche leben und extrem viele Wildschweine. Ähnliches gilt für den Neuen Burggraben. Jener bietet sogar einen Zugang zum großen Renaturierungsgebiet mit seinen riesigen Wasserflächen und wilden Wiesengebieten. 

Annenhof und Volksdorf nach oben

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Unterhalb des Burggrabens liegt links das winzige Dorf Annenhof. Zu erreichen ist es nur über einen sehr nassen Feldweg, der in Trebelnähe meist unter Waser steht. Man findet ihn,  direkt an einer halb verfallenen Anlegebrücke.

Etwa auf gleicher Höhe können wir rechts anlanden, es gibt einen Anglerplatz, der sich zum Pausieren eignet. Von diesem führt ein schmaler Pfad nach Brudersdorf. Es ist kein Weg! Man benötigt Gummistiefel und bei Feuchtigkeit wird man von hohem Pflanzenbewuchs nass.

Wir paddeln bald danach in Volksdorf vorbei, links gibt es eine kahle Uferfläche, die sich gut zum Rasten eignet. Auch zur "Not - Abholung" vom Fluss ist dieser Ort geeignet. Allerdings hätte man etwa 350 Meter mit dem Bootswagen zum Dorf zurück zu legen.

Nossendorf und Wotenick nach oben

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Auch im folgenden Nossendorf, das ebenfalls am linken Trebelufer liegt, gibt es eine kleine Anlandemöglichkeit. Diese ist allerdings ohne Gewässerkarte kaum zu finden... Der Weg ins Dorf selbst ist etwa 1,7 Kilometer lang, kann aber mit einem Fahrzeug bewältigt werden, da er gut befestigt ist. 

Bis Wotenick mäandert die Trebel sehr stark durch Schilf- und Wiesengebiete, es gibt bereits hier einige Nebengewässer. Auch bei Wotenick liegt ein guter Pausenplatz, es gibt sogar einen Holzsteg. Er liegt bei etwa Kilometer 4 der Jübermann - Kilometrierung auf dem Gewässeratlas TA6. Bis zum Dorf Wotenick geht man etwa 550 Meter über einen unbefestigten Wiesenweg. 

An einem kleinen Wäldchen bei Wotenick gibt es einige kleine Anglerplätze, diese sind aber wirklich winzig. Rechts von uns beginnen die ausgedehnten Nebengewässer, und in manche können wir sogar hinein paddeln. Jeder, der das macht, sollte größtmöglichen Respekt vor der Natur walten lassen. Einige dieser Nebengewässer sind alte Trebelschleifen, die bei der Begradigung übrig blieben. 

Kurz vor Wotenick-Ausbau ereichen wir das Naturschutzgebiet. Es reicht bis etwa 200 Meter nordwestlich der Trebelbrücke.

 

 

 

Wotenick - Ausbau bis Demmin nach oben

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3 Kilometer vor Demmin gelangt man an die einzige Brücke zwischen Nehringen und Demmin: bei Wotenick-Ausbau befindet sich ein Rastplatz. Hier kann man sein Kanu auch gut einsetzen und das Fahrzeug parken, z.B. für eine 1-tägige Kanutour bis Demmin und zurück. Obwohl man so nahe an Demmin ist, herrscht hier eine sehr wilde Umgebung vor: ehemaliges Moor mit sehr vielen übriggebliebenen Wasserflächen und Inseln, die Lebensraum für sehr viele Tiere bilden. Da wir uns ab der Brücke im Naturschutzgebiet des Peenetals ("Salem bis Jarmen") befinden, gelten schärfere Regeln: die Ufer dürfen nicht betreten, die Altarme und Nebengewässer nicht befahren werden. 

Mündung in die Peene in Demmin nach oben

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Auch wenn man kurz vor der Einmündung in die Peene ist, erinnert einen höchstens der Straßenlärm daran, in der Zivilisation zu sein. Auch an der Peene selbst ist nur selten etwas Städtisches anzutreffen, Gebäude liegen meist weiter zurück auf vor Hochwasser geschütztem Hügel. Rechts paddeln wir etwa 1,3km zum Wasserwanderrastplatz in der Innenstadt, links in Richtung Loitz. Die nächste öffentliche Zeltmöglichkeit peeneabwärts befindet sich in Pensin vor Loitz in etwa 5km Entfernung. Ein privater Platz liegt noch dazwischen. Einen offiziellen Rastplatz gibt es noch in Zeitlow, knapp 4km unterhalb Pensins.

Wasserwanderrastplatz am Segelhafen Demmin nach oben

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Fährt man rechts Richtung Kummerower See, kann man bald hinter der Klappbrücke rechts in den Altarm der Peene hinein paddeln, der den Demminer Segelclub mit dem offiziellen Wasserwanderrastplatz beheimatet. Hier kann man gut zelten, duschen und einkaufen. Zum Einsetzen für den Start einer Kanutour eignet sich der Platz ideal, weil das Auto gegen Gebühr unter Verschluß abgestellt werden kann. Will man nur einkaufen, kann man dies bei Netto tun, der am Ende des Altarmes beim Museumsspeicher liegt (hier direkt anlegen und einkaufen, auch Döner essen, Pizzeria und Restaurant Zum Speicher).

Tourerweiterung Tollense nach oben

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In Demmin kann man seine Paddeltour auch in der Tollense fortsetzen, allerdings gegen etwas Strömung. Bis Neubrandenburg sind es etwa 3 Tage, umgekehrt fährt es sich schöner, da die Tollense schon deutliche Strömung hat.

Urlaub im Peenetal nach oben

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Allen, die ihren Urlaub hier im Einzugsbereich des Peenetals verbringen möchten, empfehlen wir, sich umfassend auf diesem Webportal zu informieren. Lesen Sie alles über die großartige Natur in diesem 100 qkm großen Naturschutzgebiet, die vielen Ausguckmöglichkeiten, die Burgen und Burgruinen, die Schlösser und Herrenhäuser sowie die vielen Museen und alle weiteren Sehenswürdigkeiten im Peenetal.