Übersicht
Letzte Änderung: 20. Mai 2008
Geographische Lage
Die Mildenitz entspringt in der Nähe von Karow nördlich des Plauer Sees und entscheidet sich in dieser hügeligen Landschaft zur Ostsee zu fließen. Andere Flüsse dieser Gegend fließen zur Nordsee, wie z.B. die Elde. Die Mildenitz durchquert den Penzliner See und den Damerower See, bei sehr guten Wasserständen soll sie von dort paddelbar sein. Wir beschreiben sie vom Goldberger See. Hier der Überblick bei Google Maps
Befahrbare Flusslänge
Oberhalb des Goldberger Sees ist die Mildenitz bis Sandhof gesperrt. Von Goldberg bis Sternberger Burg (Mündung in die Warnow) können wir die Mildenitz 36 Kilometer in allen Kanu-Arten paddeln, wobei leichte, stabile und kurze vorzuziehen sind, wenn man die Wahl hat. Durch Seenrundfahrten und Abstecher in andere Seen sowie Weiterpaddeln auf der Warnow ist die Fahrt leicht zu verlängern.
Strömung / Gefälle
Die Mildenitz wechselt sehr stark in ihrer Strömungsgeschwindigkeit: von ganz stromlos oberhalb Borkow bis 5km/h kurz unterhalb Borkows ist alles drin und wechselt häufig. Aufwärts paddeln kann man immer hier: von der "Mildenitz - Treppe" Sternberger Burg an bis zum Kraftwerk Zülow bzw. sogar bis zum Rothener See (umtragen 2x 300m). Dann vom Borkower See bis zum Schwarzer See oder bis kurz davor, wenn zuwenig Wasser vorhanden ist. Vom Dobbertiner See in den Goldberger See ist es auch zu schaffen, wenn genug Wasser vorhanden ist.
Wehre / Schleusen / Wasserhaltung
Es gibt ein Wehr in Goldberg, die Staustufe Dobbertiner Mühle, dann eines in Borkow, das Wasserkraftwerk Zülow( das Kraftwerk direkt sowie die Landstrecke oberhalb des Kraftwerks, die sich aus der Verrohrung ergibt.) sowie ein weiteres Wehr am Ausfluss der Mildenitz aus dem Großen Sternberger See. Dazwischen fließt die Mildenitz ungehindert die fast 50 Meter Höhenunterschied von Goldberg bis in die Warnow. In trockeneren Jahreszeiten ist streckenweise mit Schwierigkeiten zu rechnen, weil man dann nicht über Kiesbänke paddeln kann. Das betrifft vor allem die Abschnitte Borkow - Rothen und Dobbertin - Kläden sowie den Zufluss der Bresenitz über den Woseriner See / Garder See.
Man bedenke, daß die Klädener Plage immer umzutragen ist, auch wenn das nichts mit Wasserhaltung zu tun hat.
Windanfälligkeit
Die Mildenitz selbst ist kaum windanfällig, Vorsicht ist jedoch auf dem Dobbertiner See und dem Goldberger See geboten. Auch die Sternberger Seen sind eben Seen und liegen weitgehend ungeschützt.
Verkrautung
Die Mildenitz verkrautet an vielen Stellen häufig: Im Abschnitt zwischen Goldberg und Dobbertin, zwischen Dobbertiner Mühle und Kläden, zwischen Borkow und Rothener See. Es wird 1 - 2mal pro Jahr gekrautet, mit Krautbalken ist zu rechnen. Keine Probleme gibt es zwischen Borkow und Schwarzer See sowie Rothener See und Warnow.
Uferbeschaffenheit und Umgebung
Die Ufer sind natürlich bis wild, ausgenommen der Mildenitzkanal zwischen Rothener See und Wasserkraftwerk Zülow. Dort sind Steinschüttungen angebracht, aber die Böschungen selbst sind durchaus mit Bäumen dicht bewachsen.
Befahrungshäufigkeit
Die oberen Abschnitte werden wenig befahren, von Borkow bis Schwarzer See mehr Nutzung.
Motorboote
Auf dem Dobbertiner See verkehrt ein Ausflugsschiff.
Schwierigkeitsgrad
Schwierig kann es auf den Abschnitten zwischen Goldberg und Schwarzer See werden, ferner sind die Umtragen unterhalb des Rothener Sees nicht gerade angenehm und einfach wegen der hohen Böschung. Anstrengend wird es auch, wenn zuwenig Wasser vorhanden ist. Dann sollte man die entsprechenden Abschnitte nicht paddeln, um sein Kanu und die Natur zu schonen.
Umgebungslärm
Laut werden kann es vorübergehend nahe der B144 bei Sternberg sowie ein wenig nahe dem Borkower See, ansonsten ist es eher still bis einsam.
Einkaufsmöglichkeiten
Einkaufsmöglichkeiten finden wir in Goldberg sowie in Sternberg. Notfalls kann man Kleinigkeiten im Landmarkt von Witzin einkaufen, 1.7km Fußmarsch vom Wasserkraftwerk Zülow aus.
Befahrungsregelungen
Zur Zeit (2007) sind uns keine Einschränkungen bekannt für den Abschnitt ab Goldberger See. Oberhalb Goldberger See gesperrt.
WWR
Einen Wasserwanderrastplatz zum Übernachten finden wir hier:
- in Goldberg
- in Dobbertin
- in Borkow
- in Sternberg
- in Sternberger Burg.
Ferner erreicht man die Campingplätze am Klein Pritzer See. Der Campingplatz am Luckowsee ist mit kleinem Landtransport zu erreichen.
Nebenflüsse / Anschlußgewässer
Man kann die Warnow hinunter bis Rostock paddeln, mit Seekajak auch noch die Boddengewäser etc. mit unbegrenzten Möglichkeiten bis zur Oder und weiter. Man kann leicht in den Klein Pritzer See, nicht jedoch hoch in den Woseriner See und Garder See, da die Bresenitz bestenfalls abwärts zu paddeln ist. Mit leerem Kajak oder zu zweit im leerem Canadier kann man die Warnow aufwärts bis etwa Zaschendorf paddeln, also kurz oberhalb des Mickowsees. Zum Einsetzen eignet sich auch noch der Brüeler Bach mit seinen Ursprungsgewässern Teppnitzbach und Tönniesbach, die den Neuklostersee, den Großen Wariner See, Glammsee sowie den Tempziner See mit Warnow und Mildenitz verbinden. Aufwärts zu paddeln ist hier jedoch kaum möglich, nur zwischen Tempziner See und Glammsee den Tönniesbach, ansonsten nur unter guten Bedingungen und mit viel Abenteuergeist.
Bootswagen
Zum Umsetzen in Dobbertin (120m), den Mildenitz-Durchbruch "Klädener Plage" 1500m, in Borkow (70m), in Rothen (300m), in Zülow (300m), um das Kanucamp Klein in Sternberger Burg zu erreichen (200m).
Die Mildenitz mündet in die Warnow