Kanutouren - Vorschläge für: Untere Havel
Letzte Änderung: 8. Mai 2012
Eintägige Kanutouren
Gülper-Havel-Rundtour
Diese Kanurundtour ist möglich nach der Brutzeit, also ab 15. Juni und bis 28.Februar. Sie führt uns über die Untere Havel, die Nietze und die Gülper Havel von Molkenberg bis Strodehne und zurück. Als Einsetzstelle empfehlen wir den Wasserwanderrastplatz in Strodehne. Es sind einige Kahnschleusen zu durchfahren. Der Wind sollte nicht mehr als 3 Windstärken messen. Die Länge beträgt etwa 16 Kilometer, und die Natur ist durchweg als üppig zu bezeichnen. Wir sind im Lebensraum von Bibern, Seeadlern und Kranichen unterwegs. Entsprechend ruhig sollten wir uns verhalten. Es gibt unterwegs einige gute Pausenplätze, meist Badestellen, z.B. in Gülpe oder Molkenberg.
Große Potsdam-Umfahrt
Für sehr sportliche und ausdauernde Kanufahrer bietet sich diese 34 Kilometer lange Kanu-Rundtour an. Wir starten an einer beliebigen Einsetzstelle, z.B. in Werder auf der Stadtinsel. Je nach Lust, Wind und Wetter wenden wir uns entweder nach Süden, wo wir nach etwa 4,5 km Caputh und nach weiteren 5km Potsdam erreichen. An der Glienicker Brücke halten wir uns links, paddeln durch den Jungfernsee in den Sacrow-Paretzer-Kanal. Wenn wir den Schlänitzsee erreicht haben, biegen wir links in den Schlänitzsee und paddeln über Wublitz und Großen Zernsee wieder südlich, bis wir Werder erreicht haben.
Da es nur in Werder und Potsdam Übernachtungsmöglichkeiten gibt, ist es schwer, eine 2-Tagestour daraus zu machen, es sei denn, man erwägt, wild zu zelten oder ein Zimmer in Ufernähe zu belegen.
Töplitz-Umfahrt
Man setzt in Ketzin oder Phöben ein und paddelt dann eine Runde über Havel, Sacrow-Paretzer-Kanal, Wublitz und Großem und Kleinem Zernsee wieder in die Havel. Die Länge beträgt 18 - 20 Kilometer., davon etwa 4,5 km Kanal. Die Umgebung ist sehr natürlich, sogar der Kanal ist mit gutem Uferbewuchs verwöhnt worden.
Ketziner Brückenkopf-Tour
Sie übernachten in Ketzin auf dem Campingplatz (zelten oder Wohnwagenmiete, Zimmer auch vorhanden), paddeln westwärts zum Brückenkopf bzw. in die Schumachersiedlung. Da gibt es mehr Wasser als Straßen, ohne einen guten Plan sollte man hier nicht unterwegs sein, es ist ein wahres Labyrinth, in dem wir paddeln. Die es schaffen, hier wieder heraus zu kommen, können direkt daran anschließend, bevor der Trebelsee erreicht ist, einige größere Havelinseln umrunden. Es gibt Gastronomie mit Anlegemöglichkeiten, also eine größere Menge Natur mit soviel Zivilisation, wie man benötigt. Bis zu 10 km zu paddeln ist hier auf kleinstem Raum möglich. Am Ende ist man nur noch maximal 2 km vom Campingplatz entfernt, d.h., wenn man sich entschließt, den Paddeltag zu beenden, ist man schnell wieder im Basislager angekommen. Daher eignet sich diese Kanutour auch bei unbeständigem Wetter.
Schleusenkanal-Elbe-Tour in Havelberg
Diese außergewöhnliche Kanutour ist etwa 20 Kilometer lang und sehr abwechslungsreich. Wir wählen den Campingplatz oder den Kanuclub in Havelberg als Basislager und paddeln durch die Schleuse und den Schleusenkanal bis hinunter zur Elbe. Die Elbe paddeln wir etwa 5 Kilometer hinunter, was bei östlichen und südlichen Winden ein Hochgenuß sein kann: die Strömung ist meist gut bis sehr gut. Bei Neuwerben (Elbe-Kilometer 427,7) paddeln wir rechts in die Havelmündung bis hin zum Wehr, wo wir rechts über eine hohe Böschung umsetzen. Hier kreuzt ein beliebter Farradweg und es gibt schöne Pausenmöglichkeiten. Die weitere Kanutour führt uns durch die Havel zurück nach Havelberg (ca. 8km). Diese Kanutour ist ein Genuß für jeden Naturliebhaber.
Rund um den Schäferberg
Eine Kanutour von etwa 15 km Länge. Sie führt uns über die Havel an der Pfaueninsel vorbei, durch den Jungfernsee, den Griebnitzsee, den Kleinen und den Großen Wannsee zur Havel zurück. Sie ist mit Canadiern nur bei Wind bis zu 2 Windstärken spaßig, und auch mit Kajaks bei mehr Wind eher sehr sportlich, da es zwischen Schäferberg und Pfaueninsel zeimlich starken Zug oder Druck gibt. Das ist auch nicht anders, wenn man nordwestlich der Pfaueninsel (in der Fahrrinne) paddelt, nur weiter. Wer Erholung sucht, sollte daher diese Rundtour nur bei sehr schwachem Wind durchführen. Dann kann es sehr schön sein. Zu bedenken ist noch, daß es im Wannseeverlauf auf einem kurzen Abschnitt sehr dichter Verkehr sein kann, vor allem an Wochenenden. Ansonsten ist es aber sehr reizvoll und empfehlenswert.
Da es auf dieser Strecke nur wenig Einsetzmöglichkeiten gibt, ist entweder Improvisation angesagt oder man nutzt die Einsetzmöglichkeit nahe der Glienicker Brücke in den Jungfernsee (Schwanenallee) direkt vom Ufer aus. Dort bestehen auch Chancen, das Auto stehen zu lassen.